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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1905-11-01 · Heft 11-12 (November 1905) · p. Seite 254

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
25 (1905)
Issue
Heft 11-12 (November 1905)
Date
1905-11-01
Page
Seite 254 (sequence 16)
Language
German
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254 — Und so ließen ragende christliche Gel^h nicht nur die Thora, Moses ausriefen: „ Ja die Thora allein b es, daß ich euch verliehen zum Abschnitt „Jetro" das Weltall durch Stirir in Angst. Furcht/ Bapgi lung eilten sie zitternd denn wieder eine Sintflw ein", entgegnete Bileam, die Erde zu Grunde richisei „O, fürchtet nicht," rie leiht blos seinem Bolü siegen muß, durch die schönen, herrlichen herbei Menschenverbrüderung Israel muß es heiligste Pflicht erachtest religiösen Wissenschaften treue Männer herangebit! Nur durch die Kenntnis seinen Gegnern Achtung berechtigung erringen, hat keine Existenzberechli! des Druckes und der verliehen hätten, sein vertrauen , und einer Rabbi Jochanan, einem über die Worte und Hoffnung zu ihm Idee durch folgendes Gl würdigen Frau den Br $>as national« Jadcntnm. Bon Dr. M. H. Friedlaender. (Schluß). sich 9Se H befiei des noch zahlreiche Beweise aus der Geschichte liefern, daß hervor- >rte und Priester, die gediegene Kenntnis der Thora besaßen, sondern auch die Träger derselben hochschätzten und daher mit »rlich ein weises und vernünftiges Volk ist diese große Nation", sldet die mächtigste Schutzwaffe Israels: „Ein kostbares Gut ist habe, meine Lehre, o verschmäht sie nicht". In der „Mechilta" wird erzählt: Als am Sinai die Offenbarung stattgefunden und men Gottes erschüttert wurde, da gerieten die Fürsten der Erde en und Grauen bemächtigten sich ihrer und in ihrer Verzweifzu Bileam, dem heidnischen Propheten und riefen aus: „Wird t Hereinbrechen und das Weltall vernichten?" „Was fällt euch Gott der Herr hat ja längst geschworen, daß nie wieder Fluten, tt sollen, vielleicht aber werden Feuersgluten die Welt verzehren?" der heidnische Prophet ihnen tröstend zu, „Gott der Herr ver- Jsrael die Thora, eine Lehre, die „Sieg" genannt wird, die ejwigen Wahrheiten, die sie enthält, wie durch die unvergleichlich erhebenden -Vorschriften der Humanität, der Nächstenliebe und djaher, wenn es auch fürder fortbestehen will, als seine erste und , dafür zu sorgen, daß der Jugend frühzeitig die Pforten der geöffnet werden, damit würdige glaubensstarke und glaubensdet werden, die den Namen „Israel"', Gotteskämpfer verdienen, der Thora wie durch religiöse Begeisterung kann Israel selbst abgewinnen und sich die vollständigste Freiheit und Gleichem Judentum ohne Thora gleicht einem Körper ohne Seele, gung. Was wäre aus Israel in den finsteren Jahrhunderten folgung geworden, wenn die Religion ihm nicht Kraft und Mut hartes Geschick geduldig und ergeberr zu ertragen, auf Gott zu ren Zukunft mit Zuversicht entgegenzusehen, einer der berühmtesten Lehrer der talmudischen Zeit, hatte in klagenden Jeremias: „Doch erwidere ich dies meinem Herzen (Gott) kehrt zurück", (Klaget. 3, 21) gehaltenen Vortrag diese üchnis zu illustrieren gesucht. „Einst schloß ein Fürst mit einer nd der Ehe und machte ihr im Ehevertrage sehr bedeutende

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