Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 25 (1905)
- Issue
- Heft 9 (1.9.1905)
- Date
- 1905-09-01
- Page
- Seite 214 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2969669-2970014-2970024--7730-2978421- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
214 der Tatsache, daß Frauen in Mönchskloider schüipften, in Klöster eintraten, nichts Seltenes, und ein weiblicher Mönch, besehen nichts Befreundendes.' Es Atterheiligste der geworden. Im päpstlichen sind. Die Erzählung von Fabel verwiesen. Man n\ in den stillen Räi Kerbholz geben wottten, ee Erfolg gehabt nsid wurde beim Tode Leos IV. zur Papstwahl vorgeschlagen und .als Johann Viij. zum Pichst gewählt. Ihre Regierung dauerte über zwei Jahre, bis die Sache ein tragisches C ade genommen haben sott, indem sie in feierlicher Prozession auf dem Wege z^lm Later, n vim einer Frühgeburt überrascht wurde, worauf sie auf 5te(Ie starb >oder vielmehr gesteinigt wurde. Als schreckliches Memento wurde eine Statue errichtet und seit dieser Zeit ging die fluchbeladene Stelle und die heiligen Prozessionen werden durch eine Seitengasse gefr hrt. Später verwandelte man Johanna (Kleines VIII. gegen 1600) in Papst Zacharias Huß! in Konzil zu Konstanz (1413) argumentierte ans dieser Geschichte die Überflüssigkeit ^des Papsttums, da die'Kirche eine Zeit ohne rechtmäßiges Haupt war, wähl send der!zwei Jahre, da Johanna aus dem römischen Stuhle saß. Seine Voraussetzungen wurden, trotzdem daß er verbrannt wurde, von keiner Seite angezweifelt. Wenn wir dich Sache näher auf den Grund gehen, so war die europäischen Religion eindrang und daß verruchte Frauen die Kirche ber in!Rom Vorträge hielt, hat im Lichte die Geschichte ist bekannt, daß das nakte schamlose Laster in das leiteten, so die brünstigte Kaiserin Theodora und ihre Töchter Marozia und Theodora, die Jüngere, welche in Rsim eine Dreieinigkeit des Lasters bilden, die man nur noch in der verderbtesten Zeit! be$ Römischen Reiches ähnlich antrifft. Johann X., der Günstling und Liebhaber Theodoras.! wurde auf Befehl ihrer Tochter gehängt. Johann X. war der Sohn Marozias sind nach der allgemeinen Meinung der Sohn des' Papstes ergius III. Ir her moralischenj Atmosphäre, die das Papsttum im neunten und zehnten Jahrhundert beherrschte, kosinte eine so erstaunliche Geschichte, wie die von der Päpstin Johanna, in Umilauf kommen. Ein religiöses System, das die Theodoren, Marozien und Johanne dr tdete, konnte sehr wohl auch einen weiblichen Papst Hervorbringen. Eduard, der Bel mner, schreibt: Die Zetten der Priester sind zu Lasterhöhlen Palast werden Orgwzr gefeiert, die einer Messalina würdig der Päpstin Johanna wird von Historikern in das Reich der mint jetzt allgemein an, daß die Geschichte von der Päpstin men jene! Klöster, znsammengebraut wurde, die den Päpsten eins aufs Interesse ihres Ordens uffd ihrer Tasche, um die religiösen Anführer herabzusetzen, denen zu gehorchen, die O Ethical-Religion Soeiety zulenchten in die dunklen Äligründe tragen, ihre Zwecke zu föriiern. sott eine kecke Fälschung sein, begangen von Mönchen im sdensregel gebot. Wir sehen aus diesem Referate, daß die eftrebt ist, mit der Fackel der Geschichte und Kritik hinein- und wird diese, ihre neueste Schrift, viel dazu bei-