Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 25 (1905)
- Issue
- Heft 6 (1.6.1905)
- Date
- 1905-06-01
- Page
- Seite 142 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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142 und Herr Dr. Ho^e legte dar. in welcher 'Weise er dein Willen der Stifter, seines Onkels und seiner Tante, gerecht zu werden bemüht war. Hierauf wurde im Bettokale der erste Gottesdienst abgehalten. Ursprünglich im Februar 190.4 provisorisch mit fünf Stistlingen, zwei männlichen und drei weiblichen, eröffnet, stieg die Zahl derselben' bald auf zehn rsnd dann ans zwölf. Besondere Verdienste haben sich die Cousine des Herausgebers der Monatsblätter, Frau Babette Hose, die Schwester des Stifters, nnd Frau Cilla Ho^e um die jnnge Anstalt erworben. Mögen mit Glücksgütern gesegnete Glaubensgenossen in Brünn der Stiftung weitere Mittel pnvenden, damit die Anstalt in der Lage sei, bei der Ausnahme von Hilfsbedürftigen mit größerer Liberalität Vorgehen zu können. - Der Landeskongreß der orthodoxen Juden Ungarns, bei welchem 254 Rabbiner nnd 240 Delegierte anwesend waren, hat sich eine Organisation gegeben. Der Kongreß tagte unter dem Vorsitze des Oberrabbiners Koppel Reich iBndapest>, der auch dem verstorbenen Landespräses Leopold Lippschütz in tiefbewegten Worten einen Nachruf widmete. Zum neuen Präsidenten wurde Herr Adolf Frankl gewählt. - Das Kuratorium der von Dr. Jakob Rappaport zum Andenken an seinen Vater Dr. Moritz Rappaport errichteten Stiftung veröffentlicht folgende Preisfragen: 1. „Tie Juden und die österreichischen Finanzen 1948 —1740." Es soll ans Grnnd des bereits gedruckten Materials, vornehmlich aber auf Grund der in den verschiedenen Archiven vorhandenen handschriftlichen Ouelleu der Anteil, welchen in obbezeichneter Epoche Juden bei der Beschaffung der für die staatlichen Ausgaben notwendigen Mittel genommen haben nnd die Lebens schicksale der bei diesen Unternehmungen beteiligten Personen, soweit es dem Zwecke der vorliegenden Arbeit entspricht, geschildert werden. Als Preissumme für die beste Schrift tvurden Kronen Zweitausendfünfhundert uSU\ 2f><Mh bestimmt. 2. „Das Judentum zu Ende des jüdischen Staates." Es sotten die politischen, sozialen nnd religiösen Ber hältnisie, welche zu Ende des jüdischen Staates bestanden, dargelegt und die Bedingungen nachgewiesen werden, welche den Bestand der jüdischen Religion anch nach dem Unter gange des jüdischen Staates mtb unabhängig von demselben ermöglichten. Als Preissumme für die beste Schrift w'urden Kronen Dreitausendfünshtlndert ,Kr. 4o00t bestimmt. -Diejenigen Personen, welche nm diese Preise zu konkurrieren beabsichtigen, haben die Preisschriften bis längstens 31. Dezember 1907 mittags 12 Uhr an das Sekretariat der israelitischen Kultusgemeiude Wien 1, Seitenstettengasse 4, 2. Stock, ohne Namens fertigung mit einem Motto versehen einznsenden und in einem Kuvert, welches dasselbe Motto trägt, versiegelt Alante und Adresse anzugeben. Bemerkt wird, daß stiftbriefgemäß dem Autor das Recht des Eigentums bleibt und daß, falls der Autor die Publizierung der Preisschrift nicht selbst vornimmt, dem Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Wien das Recht zusteht, über Vorschlag des Unterzeichneten Kuratoriums die Publizierung zu veranlassen. - Am 7. Februar starb in Budapest im Alter von t.9 Jahren Paul Teneer, einer der Gründer des „Ungarisch jüdischen Vereins" und