Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 12 (1.12.1904)
- Date
- 1904-12-01
- Page
- Seite 284 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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und schließt sie von jede« kameradsi k tun. Selbst an der Schule macht die E einem israelitischen Prüfling die auSgczÜiWGWWWWeh«. 'erklärt, er wolle keinen Juden im Regimente hlNdch AiidfeMdie Nvte : auf zwei herab. Ein Leutenant hat einem KaawwtdM Mnvllrfe gern» - dieser zum Begräbnis der (jüdischen) Frau des PtHektenAegangen sei. In Orl« - hat d?r diplomierte Kapitän Picard, ein Jude, einen Kameraden gegrüßt, wel den Gruß nicht erwiederte- Er sagte: „Ich grüße keinen Juden." Kapital« Picard forderte ihn. Er antwortete den Zeugen: „Ich schlage mich mit keinem Indem" Kapitain Picard beklagte sich bei seinem! Obersten, dieser aber bat ihn, keinen Lärm zu machen und schlug die Affaire nieder. . Der jüdische Offizier wird dann „hl l^Duarantäne gelegt". Es werden verschiedene Anklagen gegen ihn erhoben,. welche r er nicht kennt. Der Minister erhält von diesem Falle auf indirektem Wege/Kennj« nis. Er fordert, daß man ihm das Resultat der Untersuchung mitteilk D§r Divisionskommandeur anerkennt, daß die gegen den Offizier erhobenen AukÜtgh» falsch sind und drückt demselben seine Achtung aus. So mußte man, sagt Andrb, l Vorgehen, um den Offizier zu rehabilitieren. Noch ein Faktum. In ManS steht Leutnant Glück im Verdacht, Israelit zu sein. Er wird boykottiert. Da wird «in preußischer Helm aus dem Waffensaal gestohlen. Man beschuldigt de» Offizier dieses Diebstahls. Der Oberst, bei welchem Beschwerde geführt wird, antwortet: .Sympathien lassen sich nicht kommandieren." Man versetzt den Offizier, aber i» ManS bleiben jene Offiziere in Quarantaine, welche gute Beziehungen zu Glück Unterhalten haben. .'Ich habe es", fügte General Andre hinzu, „ungeachtet vierjähriger Unausgesetzter Anstrengungen noch nicht erreicht die Einigkeit in der Armee herzustellet« und jene toleranten und herzlichen Beziehungen zu schaffen, welche so sehr wünschenswert sind." — DaS Leichenbegängnis deS Generals Gttholenghi in Turin / fand am 4. November mit den größten militärischen Ehrenbezeugungen statt. . De: \ König hatte als Vertreter den Herzog von Aosta entsandt. Auch der italienisch^ Kriegsminister war anwesend. Die Grabrede hielt der Oberrabbiner Bolaffio von Darin. — „Der junge Mozart", unter diesem Namen ist ein zehnjähriger jüdisch« Knabe, namenS Litte! Drabaky seit einiger Zeit in der Londoner Musikwelt bekannt geworden. Sr ist der Sohn eines Musiklehrers in Rußland; als sechs* jähriger Junge hatte er schon Kompositionen verfaßt, die in Tausenden von Exem plaren verbreitet wurden und allenthalben Beifall fanden. Bor einiger Zeit saU im Konzertsaal „Alexandra Hall" ein seinen Kompositionen gewidmete- Konzert sta Mo er sich sowohl als Komponist. wie auch als gewandter Musiker auszeichneb Inhalt: Die Mischehe im Judentum im Lichte der Geschichte. — Kämpfe um den „Fü der Jrretwen" deS Maimonides. — Monat-schau. Verantwortlicher Redakteur und Herausaehtzr D& Adolf Brüll; Für den Inseratenteil verantwortlich: Moriz Jsaac Ä Co., Annoncen-Bureau; Druck von H. L. Brünne»'« Druckerei (F. W. Breidenstem), sämtlich in Frankfurt am Mairu