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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-10-01 · Heft 10 (1.10.1904) · p. Seite 233

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 10 (1.10.1904)
Date
1904-10-01
Page
Seite 233 (sequence 19)
Language
German
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für die Schäden verantwortlich zu machen sind, die den Juden in Limerik zugefügt wrrden sind. Ich habe die Ehre u. s. w. James W. Walsch, Sekretär*. Die Ruhestörungen die am „Jom-Kipporu, dem hohen Festage, im Judenvier in London sich ereigneten, entspringen religiösen Meinungsverschiedenheiten. den 18000 bis 25000 Juden im Bezirke Spitalsfields befindet sich eine grvW Anzahl namentlich russischer und polnischer Juden, die ihre Religion verleugWkÄ und nur ihren politischen Idealen leben. Ihr Sammelplatz ist der jüdisch-sozmldemokratische Klub. Während der ganzen Festwoche taten die Sozialisten Möglichstes, um die orthodoxen Inden zu verhöhnen und ihre Religion läch^kH zu machen, und-nun setzten sie allem die Krone auf. indem sie einen mit Fleisch und andern Nahrungsmitteln, deren Genuß den Juden an diesem bekanntlich! verboten ist, beladenen Riesenwagen durch die Straßen führten dabei rauchten! Die Orthodoxen nahmen das natürlich sehr übel und es bald zu Gewalttätigkeiten. Die Sache fing mit Anrempelungen an, bald kam zu Faustschlägen und Steinwürfen. Die Sozialisten flohen in ihr Bersammlu lokal und hatten sich stark verschanzt. Die Orthodoxen wollten das Haus im nehmen und hätten in solchem Falle natürlich übel gehaust, aber die Sozialiß wehrten sic^ verzweifelt und inzwischen war ein starkes Polizeiaufgebot erschie dem es nach und nach gelang, Ruhe zu stiften oder wenigstens die Kämpfeud für kurze Ait zu trennen, nachdem mehrere ziemlich schwer Verwundete vom Kau platze getragen worden waren. Die Anseinandersetznngen hatten auch ein spiel vor qem Polizeirichter Mr. Cluer in Worshipstreet. Vier der Sozialiß waren als Urheber des Krawalls verhaftet worden und behaupten vor dem Nicht schlankweg, daß sie nicht die Angreifer, sondern die Angegriffenen wären. Sekretär des israelitischen sozialistischen Klubs in Wilkesstreet, einer der Angeklagt sagte: Uns ne Partei ist die Verfolgte. Wir sind Atheisten und Freidenker; essen jede Sorte von Fleisch, die uns zusagt. Es fällt uns nicht ein, zu faß die orthodoxen Juden fasten. Der Wagen mit Lebensmitteln, der ^ch brachte, kam am Versöhnungsfeste genau, wie an allen anderen auch, und wir sahen nicht ein. wie ein solcher Umstand als absichtliche Beleidig angesehen werden kann. Bei Abgabe seines Urteils über die vier der Ruhestür Mitglieder des Wilkestreet-Klubs erklärte der Richter, daß dies Verhandlung über die Ursache an den Tag gekommen sei, ihn vera« zu sagen, daß er hoffe, im nächsten Jahre die orthodoxen Juden als Angst! vor dem Gerichtshöfe erscheinen zu sehen. Er halte es sehr beklagenswert, daß i Leuten, die selber Jahrhunderte lang Verfolgungen ausgesetzt ge weil gerade so in Harni angeklagten was bei der Klasse von wendeten die folgten und hatten die jetzt, da sie in dem einzigen freien Lande der Welt leben, sich gegen diejemß nicht mit ihren religiösen Überzeugungen übereinstimmten, und fiesteinigten. Es sei klar, daß diejenigen, die den Fasttag nicht beoi Angegriffenen gewesen seien, und in diesem Lande (England) mmtm

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