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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-09-01 · Heft 9 (1.9.1904) · p. Seite 211

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 9 (1.9.1904)
Date
1904-09-01
Page
Seite 211 (sequence 21)
Language
German
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Priorats der Hatechumenen!fiudet sich verzeichnet, daß der 24 jährige Medina und die- 20jährige Moravia Medina Allegra am 3. April 1759 getmchk wurden und den Zunamen Manin angenommen haben. Im Jahre 1770 « ihnen ein Sohn Peter geboren, der Vater Daniele's. Somit hatten nicht, me bisher allgemein hieß, die Eltern, sondern die Großeltern Manin's de« jüdische« Glauben abgelegt. Ich möchte noch hinzufügen, daß Samuel Medina den 9tsmUk Manin annahm, weil der Bruder des letzten Dogen gleichen NamenS fein gewesen ist." Am 22. Mai 1875 wurde Daniele Manin jenes prächtige DeukmÄ enthüllte das die Bewunderung eines jeden Besuchers der Lagunenstadt erregt. — Jüngst starb in; Lissabon Herr Abraham Levy. Der Verblichene war der erst« Jude, der seit der Vertreibung der Juden aus Portugal, sich wieder in diesem Lande anfiebeltei Er ist der Begründer der neuen israelitischen Gemeinde in Lissabon, die am 18. Mai unter großer Beteiligung die Einweihung ihre?. Synagoge feiertebei der der Großrabbiner von Gibraltar die Weibgebete, und die Festrede hielt. Der Bau des Gotteshauses ist insofern von historische Bedeutung, als es die erste Synagoge seit der Vertreibung der Juden Portugal im Jahr 1495 ist. Die Juden in Lissabon sind überwiegend in -W zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts aus Marokko, Gibraltar und den AKyM eingewandert und nehmen zum größeren Teile geachtete Stellungen hier ÄM Die Kosten der Synagoge wurde durch Sammlungen unter den JsraAr Lissabons, Gibraltars, Marokkos und Englands in verhältnismäßig kurzer Z aufgebracht. — Die „Iewish Keligions Union" in London schreibt man unS, tori religiöse Gottesdienste für diejenigen einführen, denen der bestehende Synagogen-Gott dienst nicht zusagte, oder welche aus irgend einer Ursache verhindert waren dem ge»f wohnlichen Sabbath Morgen-Gottesdienst in der Synagoge beizuwohnen. An deiki Spitze steht Herr Claude G. Mvntefiore, Präsident der „Anglo Iewish Association^ Mit ihm waren Mr. Israel Abrahams, Verfasser von „Iewish Life in the Ages" und Professor der jüdischen Litteratur an der Universität zu Cambridges Mr. O. I. Simon, Sohn des verstorbenen Sir John Simon; Miß Lily MontaKi^ Tochter des Bankiers Sir Samuel Montag»; Mr. A. H. Jessel. Bice-Pristdsch« der vereinigten Synagogen; Mr. Felix Davis. Schatzmeister der vereinigten zogen und vier Rabbiner, die Herren S. Singer, A. A. Green, I. I. Stern Morris Joseph. Die Gottesdienste wurden am Sonnabend Nachmittag im Great Central" abgehalten. Es wurde Orgel gespielt, Herren- und DameustÄke» waren zusammen, es gab sehr wenige hebräische Gebete, keine Sefrr Tora»!iu(1 keine unterscheidenden Merkmale des gewöhnlichen SynagogengottesdienstrS trotzdem, daß mpn sich viele Mühe gab, diese Institution zu bekämpfen, soll jetzt auch nach dem Easted dem Zentrum des Orthodoxen Judentums verlegt werden. '-£] Der Sprachforscher Grombertti, der wegen seiner sprachwissenschaftlichen Werke großen Königspreis der Accademia dei Lincei erhalten, weist in einem

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