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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-09-01 · Heft 9 (1.9.1904) · p. Seite 204

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 9 (1.9.1904)
Date
1904-09-01
Page
Seite 204 (sequence 14)
Language
German
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rabbiner von Raudsiitz, 1810 in Ronsburg geboren, starb 7. Nov. 1870. Er huldigte der fortschrittlichen Richtung im Judentume. — Kofenbacher Aron Dr. Phil., geb. 21. März 1799 in Sulzbach, starb 30. Mai 1870. Er war ein Schüler des Rabbi Nehemias Trebitsch. Er hielt philosophisch-ethische Vorträge. —Wessely Wolfgang^ geb. 1801 in Trebitsch, starb 21. April 1870, K. K. Professor des Strafrechtes! an der Carl-Ferdinand-Universität in Prag, früher Religionslehrer daselbst. Er! verfaßte auch viele theologische Schriften und war als Universitätsprofessor sehr geschätzt. — Lasch Simon, geb. 30. September 1796, gest. 81. Aug. 1868 in Prag, Stiftungsrabbiner, hervorragender Talmudgelehrter und Verfasser des Werkes „Hamareches" Dissertationen zur Mischnah-Erklärung. Sein schriftlicher Nachlaß befindet sich in der 'jüd. Gemeindebibliothek zu Prag. — Schtvme Iehnda Löb Rapapport, geb. 1. Juni 1790 in Lemberg, gest. 15. Oktober Ü867, Oberrabbiner in Prag, früher in Tarnopol 1838—1840. Rapapport war der Begründer der modernen jüdischen Wissenschaft. Seine Bibliothek wurde der Bibliothek der jüdischen Gemeinde in Prag zugewiesen. — Lämel Leopold Kitter v., geb. 12. September 1p90, starb 19. Aug. 1867. Durch sein energisches Auftreten wurde die Judensteuer! in Böhmen 1846 aufgehoben. Er erwirkte die Erhaltung des alten israelitischen Friedhofs in der Josefstadt. Seine Leiche wurde später exhumiert und in Wien beigesetzt. Forts, folgt. Wonatsschau. Beiträge zur Kunstgeschichte der alten Synagoge veröffentlicht Eornelius Gurlitt ich sechsten Heft der „Zeitschrift für christliche Kunst". Er geht dabei von der Auffassung aus, daß die syrisch-palästinensische Kunstgeschichte überhaupt einer Durchsicht bedürfe. Bisher nahm man an, daß durch Alexander den Großen und die Seleuciden klassische Bauformen eingesührt worden seien, daß diese aber erst unter den römischen Kaisern, namentlich unter Hadrian, eine höhere formale Reinheit erhalten hätten. Die besten Arbeiten im Sinne klassischer Reinheit wurden -daher römisch genannt und dem zweiten christlichen Jahrhundert zugewiesen; so infolgedessen auch die formcnschönsten der auf palästinensischem Boden ganz oder in Trümmern erhältenen Synagogen. Nach Gurlitts Meinung liegen die Dinge anders: Als Alexander in Syrien einzog, war dies Land schon längst dem griechischen Kaufmann und damit zugleich der griechischen Kultur erschlossen. Rasch erfolgte wenigstens für die Städte eine 'Überwindung des einheimischen Wesens durch den Hellenismus. Daher fällt in die beginnende Selencidenzeit bereits das Beste, was an klassisch stilisierten Bauten geleistet worden ist. Unter den Seleuciden sich dann das hellenische Wesen niit dem heimischen. Als die Römer betraten, war in Asien der Stil fertig, den wir irrtümlicher Weise als in Syrien vermischte das Land mm

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