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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-08-01 · Heft 8 (1.8.1904) · p. Seite 188

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 8 (1.8.1904)
Date
1904-08-01
Page
Seite 188 (sequence 22)
Language
German
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— 188 Meineid sich ihre Stelle Forscher, sondern auch e seltene Bescheidenheit und verordnetenkollegium an tum stets rege» Anteil Mendelssohn-Vereins in stehens, stets mit Eifer Andenken stets gesichert Monatsschau. Am 5. August stoirb in Frankfurt a. W. der Geh. Medizin-Rat Prof. Dr. Karl Weigert, geb. zu Münferberg in Schlesien am 19 März 1845, der weitberühmte Forscher, dem es bescheden war bahnhrechend in die Entwicklung der "modernen und Bakteorologie dadurch einzugreifen, daß es ihm gelang, die mikroskopische Technik i» ungeahnter Weise durch seine Färbemethoden zu erweitern. Er gehörte zu den seltene» Männern, die nicht durch Apostasie und erkaufen, und er ivar nicht nur ein genialer bahnbrechender in charakterfester Mann, der gleich ausgezeichnet ivar durch Herzensgute. Das Senkenbergische Institut in Frankfurt a. M. hat sich selbst geehrt, inde n es Weigert, als Direktor berufen, wo es ihm vergönnt war, seine Kräfte zu entfalten und als Lehrer für eine ganze Generation von Ärzten zu wirken. Sein Andenken bleibt ein gesegnetes. — In Frankfurt a. M. starb am 11. Juli Herr März 1811, der sich 1835 als Rechtsanwalt »iederließ und jahrzehntelang in dem öffentlichen Leben seiner Vaterstadt eine hervorragende Rolle spielte. So gehörte er u. a. der gesetzgebenden Körperschaft und später dem Stadt- Dr. .Maas nahm an den Reforinbestrebungen im Juden- und gehörte als eifriofes Mitglied der Verwaltung des Frankfurt a. M. an, dem er seit der Zeit seines Be- und Liebe anhing, und in welchem ihm ein ehrendes bleibt. — Ein Bund jüdischer Frauen, welcher die israelitischen Frauenvereine Deutschlands zusammenschließen soll, hat sich in Berlin konstituiert. I» einer i>» Hotel Prinz Albrecht stattgefundenen Versammlung, zu der auch sehr viele Teilnehmerinnen des internationalen Frauenkongresses in ihrer Eigenschaft als Vorsteherinnen jüdischer Frauenvereine erschienen waren, erstattete zunächst Fräulein Bertha. Pappenheim Frankfurt das Referat, in dem sie Zwecke und Ziele des neuzubegrundende» Bund.es darlegte. Es enspaiiu sich eine ziemlich lebhafte Diskussion; schließlich wurde ein provisorischer Statutenentwurf en bloc angenommen. Der Zweck des neuen Bundes, dem als provisorisches Komitee bis zur endgültige» Bildung etwa zwanzig Frauen angehörcn — darunter Fräulein Pappenheiin-Fraukfurt a. M., Fräulein Sidonie Werner-Hamburg, Frau Dr. May- Berlin -, ist der Zusan menschlnß zu gemeinsamer Arbeit in gegenseitiger Anregung für die Interessen der Allgemeinheit. Als Arbeitsgebiete gelten zunächst die Wege und Ziele sozialer HilfA ätigkeit, der Vvlkserziehung, der Forderung des Erwerbslebens jüdischer Frauen und Mädchen. Hebung der Sittlichkeit. Bekämpfung des Mädchenhandels. Weiterhin erstrebt der Bund das Interesse ai« allgemeinen jüdischen Bestrebungen der Gegenwart zu erwecken und das jüdische Gemeinschaftsbewußtsein zu stärken. Der Bund schließt politische und religiöse Parteifrag^n grundsätzlich ans. Die Konstituierung des Verbandes ist seit Jahre» schon durch

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