Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 7 (1.7.1904)
- Date
- 1904-07-01
- Page
- Seite 157 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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157 her und die Gedanken Er hat und K' rliche Verheißung des ewigen Propheten, in dessen Reden zuerst efsäische ^«klingen: ruhet nicht und rastet nicht, bis daß er auf Erden das Recht begrü^V ner Lehre die Eilande harren. WWeLm Aordan über Keinrich Keine. .1 unseren Tagen, da Kultur«, und Literarhistoriker der H. St. Chamber und Bartels'schen Observanz die Fähigkeit zur Erzeugung künstlerischer Gebilde oder das Geständnis dafür an die Zugehörigkeit zu einer bestimmte« Rasse knüpfen, wird man ein Urteil des jüngst in Frankfurt a. MverstorbenM Jordan über Heinrich Hei ne'S Verdienste um die deutsche Preste 'se vernehmen, unrsomehr als der ostpreußische Barde selbst die NeiMig, Wesensverschiedcnheit der Arier und Semiten vorauszusetzen. Während^ inleitenden Sätzen seiner gehaltvollen Schrift: „Der epische Vers der und sein Stabreim" verkündet, daß man, um sein Epos, die Nibelungen, In lain'schen Wilhelm mit Jntere hatte, eine er in den Germanen richtig vorzutragen, nur ein geborener Deutscher oder des Deutschen mächtig^ Germane zu sein brauche, rühmt er Heinrich Heine im sechsten Abschnitt Werkchens nach, „den epischen Vers der Germanen wiedergefunden und den Bat der bis zu seiner Zeit auf der deutschen Poesie gelegen, auf das glücklichste brachen zu! haben". Nachdem Jordan nachgewiesen, daß Schiller sowohl seinen Balladen wie Dramen gelegentlich das freiwillig auf den Nacken genommen Joch der importierten Regel mit wundervoller Sicherheit abgeschüttelt habe, wäh Lessings Bühnenvers sich minder leicht, wenn auch großenteils dem Rhythn des Germanischen füge und der Jambus Goethes gar nach Maßgabe seines ringeren dramatischen Lebens das antike Gesetz näher, glatter und volltömge erfülle, fährt er fort: „Einen großen und epochemachenden Fortschritt in der Rückkehr zur manischen Rhythmik bezeichnet die Lieblingsstrophe Heines für seine Lieder, man eine glückliche Variation einer halben Nibelungenstrophe nennen darf. Reim ist «ft unstreng, aber eben dadurch wieder höchst natürlich oder barock-u Ihren Tor fall hat man vom metrischen Standpunkt nachlässig und salopp geschält obwohl ei bekannt ist, daß der Dichter keineswegs aus dem Ärmel ßefd sondern ihm die unverdrossene Arbeit vielmaligen Umgusses und rastlose« gewidmet hat. Um die feinfühlige Sorgfalt und Sauberkeit im Schliff Strophe rollständig zu würdigen, muß man erst erkannt haben, daß die Regel, er dabei m aller Strenge beobachtet, nichts anderes ist, als eben das rhyth dys uns hier beschäftigt. Den vollsten und reinsteu Wohllaut aber,