Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 6 (1.6.1904)
- Date
- 1904-06-01
- Page
- Seite 122 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2969669-2969988-2969995--7276-2977957- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
— 122 — dienste um die schwierigen Vorarbeiten hat sich Herr «oseph Lehman» in Glogau, der Redakteur des »Magazin für die Litteratur des Auslandes" erworben, aus dessen Hand der allbelirbte Oberrabbiner von Dresdens Dr. Zacharias Frankel nach ' vielen Verhandlungen dfe Vokation als! Direktor der Anstalt annahm. In einer Zusammenkunft in Dresden am 27. und 28. März 1853 legte Frankel einen bis ins Detail ausgeführten Plan für die Anstalt vor. Am 27. Juni 1853 wurden die Statisten der Regierüng vorgelegt, welche erst, nachdem sie durch das verlangte Gutachten! eines Preußischen Oberrabbiners in Bezug auf die religiösen Festsetzungen gutgeheißen wurden, am 10. April 1854 die Bestätigung der Regierung bekamen, nachdem schost am 31. Jaguar d. I. die Wahl des Direktors Dr. Frankel und der Lehrer Dr. Graetz >u»d Jacob Bernays die behördliche Zustimmung erhalten hat.! Nachdem in her Wallstraße ein Haus angekauft und für die Zwecke der Anstalt zweckmäßig nmgebaut war und auch die an Handschriften ^nnd Jnkunablen reiche Saraval'sche Bibliothek erworben wurde, fand die erste Aufnahmeprüfung der sich meldenden Zöglinge am 6. und 7. Juni 1854 statt, der am 10. August im engen Kreise die Eröffnstug des Seminars folgte, bei welcher das .Mitglied des Kuratorinms Dr. I. Levy folgende Ansprache hielt: .Hochwürdiger Herr Oberrabbiiier! Das Werk welches mit Gottes Hilfe so weit gediehen ist, hat unter Ihren Augen sich entwickelt, ist unter Ihrem Beistände eine reife Frucht geworden. liehen Augenblicke, in dem die Huld und Gnade Sr. Freude, und mächtig durch- Mächtig bewegt fühlen wir lins! i» diesem seier wir. das jüdisch-theologische Seminar sanktioniert durch Majestät des Königs und. unter dem hohen Schutze Seiner Regierung seslbegründet — hiermit eröffnen und. Ihrer Leitung hochwürdiger Hsrr Oberrabbiner übergeben — mächtig kommt über uns ein Hochgefühl der reinsten dringt uns die Empfindling wahrer Demut! In der Freude des Herzens sehest ivir das endliche Gelingen langer mühevoller Arbeit, den schönest Erfolg gemeinsamen ernsten Strebens. I» der Freudig keit unseres Herzens begrüßen wir Sie, hochgeehrter Herr Direktor an der Spitze dieser zukunftreichen Anstalt, begrüßen an Ihrer Seite würdige deren Name und deren begeisterter Eifer für das große schüft gewährt, daß sie Ihnen kräftig, pflichttreu und er die hohe Aufgabe zu erfüllen, deren Lösung die Anstalt sich vorgcsetzt hat; begrüßen um Sie, den hvchwürdigen Meister, geschaart eine Zahl und Herz gesunder hoffnungsvoller. Schüler — ungleich Männer der Wissenschaft, Unternehmen alle Bürgolgreich beistehen werden, wohl noch im Wissen und Können, gleich aber durchdrungen und gehoben von der Liebe zum Glaitbc» ustd zur Wissenschaft, bereit Di weihen wollen; gleich und Alle eins in dem Willen, Ihr ernsten Führung zu folgern zu dem Lebensborne der Reli junger, kräftiger, an Geist war an Jahren, ungleich „ft allein sie sich ganz r liebevollen Leitung und zion und der Weisheit!