Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 2 (1.2.1904)
- Date
- 1904-02-01
- Page
- Seite 48 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2969669-2969988-2969991--7190-2977867- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
spendete Kardinal Safito so eifrig Almosen, daß er oft selbst in Verlegenheit kam; er wandte sich dann stets an einen reichen jüdischen Geschäftsmann, der ihm anch bereitwilligst aushalf, damit der edle 'Priester seine Wohltaten weiter üben könne. Als Kardinal Sarto bjen päpstlichen Stuhl bestieg, hat der inzwischen zum Senator des Königreichs Italien ernannte Romanin Jacur im Stadtrat von Mantua auf das wärmste die Entsendung eines Glückwunschtelegramms an den neuen Papst befürwortet. So berichtet Monsignore de Val in sriner Papstbiographie. — In Andon ist der bekannte hebräische Schriftsteller, Rabbiner Joseph Kohn Zedek, im 76. Lebensjahre gestorben. — In Gdessa wurde Herr W. I. Tembin zum Stadtrabbiner gewählt. Derselbe gehört der Zionistischen Partei an- — In Gdessa wohnen seit geraumer Zeit mehrere Gruppen, die der Sekte der „Judaisierenden" angehören und aus dem Gouvernement Tamboff hrrsinuuueii. Es ist dies eine Sekte, die den und noch mehrere jüdische Gebräuche angesämtlich Bauern, waren nach Palästina ans» gewandert, um dort die Sabbathruhe halten zu können; aus Mangel an Arbeit kehrten sie nach Odessa zurück, um sich Daselbst unter der jüdischen Bevölkerung anzustedeln. Sabbath statt des Sonntags heiligen nommen haben. Diese Proselyten, fast Aeferate und Zeitungsartikel von Dr.. Mitteilungen. Unter dem Titel „Sichron Uahuyi" sind im Verlage von M. Poppelauer in Berlin Festpredigten, Casualreden und ans synagogalen Vorträgen entstandenen I. Niemirowerli Rabbiner in Jassy, erschienen. Als in Rumänien zumeist gehaltene Reden, in welchem Lande ein Stück Leidensgeschichte der Juden in der Gegenwart sich abspielt sind 'sie besonders geeignet, das Interesse der Leser zu erregen, zumal Zeitgeschichtliches in denselben oft besprochen wird. Warmes Empfinden für las Judentunl und lichtvolles Erfassen seines Lehrinhaltes verleihen den Worten »och beim Lesen Frische und Lebendigkeit. Die Rede „Wort und Eid" hat wegen des noch immer bestehenden schmachvollen Judeneides in Rumänien aktuelles Inten (1896) uud die Gedenkreh Steinthal, Baron Wilhe! Ausdrücke wie „Herzenstr, :sse. Hervorzuheben wäre auch die Antrittsrede in Jassy en auf Prof Lazarus, Rabbiner Dr. Hildesheimer, Prof, in v. Rothschild und Dr. Rülf Zu beanstanden sind >ckilis" S. 18 und „Fernstenliebe" daselbst. Inhalt: Leo Tolstoi. Drei Peixotto über Saloi Pämböry's Frühjal Referate und Mitt« Legenden. — Zum 10 jährigen Todestag Dr. Adolf Jellineks. — non Sulzer. — Ein Rabbiner über das Zeremonialgesetz. — Aus »reu. — Aberglauben. — Die Mitgift. — Monatsschau. — ilungen — ' Verantwortlicher ^Redakteur und Druck von H. L. Brönner's Druckerei (F. W. erausgeber vr. Adolf Brüll; reidenstein), sämtlich in Frankfurt ani Main.