Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 2 (1.2.1904)
- Date
- 1904-02-01
- Page
- Seite 43 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Jstar im Zuge dieser Toranlage Koldewey. bildet in dem hat, und über Kalat Schirgat, Teile der Prozess ivu-straße und vor allem dagewaltige, mit prächtigen Stier- und Drachendarstelluhgen, teilweise in farbiger Ziegelglasur, geschmückte Tor'der Göttin jener Straße sind jetzt aufgedeckt Eine ausführliche Besprechung mit ihrem Tierschmuck, aus der Feder des Expeditionsleiters Dr. den Hauptinhalt dieser Nummer. Nr. 10 der Mitteilungen bringt in der Hauptsache Berichte über die von der D. O.-G. subventionierten Ausgrabungen, die der Deutsche Verein zur Erforschung Palästinas in der Ebene Jezreel, Ruinenhügel, Tell el-Mulesellim, im Frühjahr 1903 unternommen den vielverheißenden Beginn der Ausgrabungen der D. O.-G. in dem Ruinenhügel, der die Überreste von Assur, der ältesten Hauptstadt des assyrischen Weltreiches, birgt. Über die Grabungen in Tell el-Mulesellim, wo wahrscheinlich das alte Meggiddo zu suchen ist, berichtet Herr Professor Stumme in Leipzig. Sie wurde» von Herrn Dr. G. Schumacher in Haifa geleitet und haben eine Reihk^ sehr interessanter und sehr alter Baulichkeiten ans Licht gebracht, wie einen Torbau mit Treppenanlage in der Burgmauer und mehrere Räume, in deren einem sich Krüge mit Skeletten ganz junger Kinder fanden, die mit dem Kopf nach unten lagen. Auch ein wohlerhaltenes Massengrab Erwachsener aus großen behauenen Steilen wurde gefunden und in ihm Schädel, von denen mehrere starke Hieb- und Stichwunden aufwiesen. Von den Kleinfunden sind verschiedene egyptischen Ausgrabungen in Kalat Schirgat, deren Vorbereitung und Inanlängerer Bericht Dr. Koldeweys lebendig schildert, haben Ursprungs. griffnahme Die ein eine beträchtliche an mehreren Punkten eingesetzt. Dabei wurden, allerdings nicht in ursprünglicher Lage, in Mehrere Zimmer (9. Jahrhundert haltigen Nummer Anzahl beschrifteter Ziegel, sowie Steininschriften gefunden, denen die Paläste oder sonstige Baulichkeiten von nicht weniger als sieben assyrischen Herrschern erwähnt werden ans der Zeit von etwa 1500 bis 670 vor u. g. Z. eines Baues, sehr wahrscheinlich eines Palastes Asurnazirpals vor u. g. Z.) sind bereits freigelegt. Den Beschluß dieser reichin der auch Herr Andrea mit einem frisch geschriebenen Bericht über seine Reise jon Damaskus nach Mosul zu Worte kommt, bildet ein fesselnder Aufsatz von Professor Delitzsch, in dem kurz alles aufgeführt ist, was bisher aus den Keilinschrifter über die Geschichte der Stadt Assur und ihrer Tempel und Paläste zu entnehmen ist- — Der Fürstlich Pleßsche Archivar Dr. Zivirr in Kleß hat die Anregung gegeben, an einem dazu geeigneten Orte, Deutschlands (Berlin/ Breslau oder Frankfurt a. M-) eine Zentrale zu gründen, wohin eine jede Gemeinde, eiue^jrde jüdische Institution ihre älteren Akten, die für die laufende Verwaltung nicht mehr in Frage kommen, zur weiteren Aufbewahrung und Nutzbarmachung jüp geschichtliche und andere Forschungen abgeben kann. ^Der U. O. P. B. nahm die Anregung auf und unterbreitete einen ausführlichen Antrag dem D.. I. G. B-, der mit der Durchführung der Vorarbeiten eine Kommission, bestehend aus den Herren: Rechtsanwalt Dr. Lewin in Stettin, Professor Dr. Philippson und <Ü .i j