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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-01-01 · Heft 1 (1.1.1904) · p. Seite 24

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 1 (1.1.1904)
Date
1904-01-01
Page
Seite 24 (sequence 26)
Language
German
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Jehudä Leon Görden hat hinterlassen. Im Roman V bedeutender Humorist, I. Leistungen aufzuweisen, die auf ein lebhafteres Jnleres vom Zeit Dichtern der älteren Generation mögen hier in erster Reihe wenigstens die folgen- % ben genannt werden: die Galizier Wolf Ehrenkranz, dessen prachtvolle Lieder und Balladen eine unvergeßliche Volkstümlichkeit erlangt haben, und Beirach Schafir, die Litauer Abraham Goldfaden irnd Eljakum Censor. Der große hebräische Dichter ein Bändchen prächtiger jüdischer Balladen und Romanzen .und in der Novelle haben Schalom Jakob Abrahamowicz in Odessa, ein großes episches Talent, ferner Solomon Rabinowicz in Kiew, ein L. Perez und M. Spektor in Warschau hervorragende freilich infolge ihrer spezifisch jüdischen Milieuschilderung e des fernstehenden Publikums nicht rechnen können, aber rein künstlerischen Standpunkt die regste Beachtung verdienen. In neuester hatsich eine Anzahl jüngerer Schriftsteller der Schilderung des Proletarierlebens zugewendet, sic behcndeln also Probleme und Zustände, die dem europäischen Publikum viel näher liege u. Der Litauer David Pinsky ist unter den Jüngeren einer der begabtesten. Er verfügt über eine scharfe Beobachtungsgabe, ein frisches, realistisches Er^chlertalent und eine intime Kenntnis der jüdischen Arbeiterwelt seines Heimatlandes, die er mit großer Sympathie und Wärme, doch ohne jede Voreingenommenheit und mit liebenswürdigem Humor schildert." — „Was find Juden? Eine ethnographisch-anthropologische Studie." Mit ll Abbildungen. Bon Dr. C. H. Stratz. (F. ^Tempsky in Wien und G. Freytag in Leipzig.) Vom unparteiischem Standpunkt betrachtet, erscheillen die Juden iit ganz anderem Lichte, als die Europäer iin allgemeinen aunehmen. Die christliche, ebenso die mohammedanische Kultur baut sich aus jüdischen Elementen auf. Körperlich unterscheiden sich die Inden in Nichts von den übrigen, in Afrika ansässigen Mitgliedern der weißen Rasse. Was man in Europa gewöhnlich unter Judentypen versteht, ist im Grunde genommen nichts Anderes, als ei» durch starke Inzucht erhöhtes individuelles Gepräge, ein In zuchttyp ns. .Den Beweis hierfür liefert die Tatsache, daß sich derselbe Typus, infolge starker Inzucht, bei sämtlichen Menschenrassen findet, totzdem dieselben nachweislich, nie mit Juden in Berührung kamen. Die bei europäischen Juden häufigen körperlicher ^Gebreche» haben ihren Grund in der natürlichen Zuchtwahl, die jahrhundertelang nur auf geistige und nicht auf körperliche Vorzüge Rücksicht nehmen mußte, um das Fortbestehen des Stammes unter schwierigen äußeren Berhältnissen zu sichern. Infolge dieser Zuchtwahl sind die Juden für unsere heutigen Daseinsbedingungen besser vorbereitet als andere Stämme und haben eine f große kulturgeschichtliche Rolle' auch in der Zukunft zu erfüllen. Am vorteilhaftesten [ werden Mischungen sein, die die jüdischen Vorzüge im Verein mit nicht jüdischen zu i höherer Vollkommenheit ausbildcu. Das Beweismaterial für diese Auffassung findet j- ■ sich mit Illustrationen versehen in der geistvollen Abhandlung. Inhalt: Gedanken eines dcutscli über Jesu wahres des Christentums. Bon Belsen beim teilungen. — heu Edelmanne» über die Judensrage. — Miß Nadagc Doree (ilinjtcutum. — Die Ausgaben der Juden. — Der jüdische Kern Johann Gottsrixd v. Herder über Juden und Judentum. — söunderrabbi in ')}. — Monatsscha». — Referate und Mitf Verantwortlicher jf.. Druck von H. L. Brönner's Disi tedaklcur und Herausgeber Dr. Adolf Brüll; uckerei I. W. Breidenstein), sämtlich in Frankfurt am Main.

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