Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 23 (1903)
- Issue
- Heft 9 (1.9.1903)
- Date
- 1903-09-01
- Page
- Seite 211 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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rechnen, wo einige seiner praktischen Maßregeln zur Verminderung der jüdischen Be^ völkerung in Rußland dienen würden. i?? Diese Unterstützung würde bestehen können im Protegieren der zionistisch^ Bevollmächtigten bei der ottomanischen Regierung, in der Erleichterung der TätitzW der Auswanderungs-Gesellschaften und sogar in der Bestreitung der ErfordemW dieser Gesellschaften, selbstverständlich nicht aus Staatsmitteln, sondern aus Abgab«, die von den Juden erhoben werden. Ich halte für nötig hinzuzufügen, daß die russische Regierung, die verpflicht ist, ihre Handlungsweise in der Judenfrage den Staatsinteressen anzupafsen, gleiö^^ wohl niemals von den großen Grundsätzen der Moral und Menschlichkeit abgewichlMv ist. Noch in der allerletzten Zeit hat sie eben die. Wohnrechte innerhalb der Gren^e»^ der Gebiete, die der jüdischen Bevölkerung bestimmt sind, erweitert, und nichts htadeH^ zu hoffen, daß die Entwicklung dieser Maßregeln zur Verbesserung der Daseins^ dingungen der russischen Juden dienen würde', besonders wenn die Auswanderusgi ihre Zahl vermindert. Sie wollen die Versicherung meiner ausgezeichneten Gefühle entgegennehm«. v. Plehvö. Den 30. Juli — 12. August 1903." II. 1 Eine Erklärung der englischen Regierung. 1 Sir Clement Hill an Mr. Grcenberg. ~ Sehr geehrter Herr! Herr Chambeclai» teilte dem Marquis von Lansdowne den Brief mit, de« Sie unter dem 13. v. M. an ihn gerichtet haben uud der den Entwurf eines Berträges enthielt, den Dr. Herzl zum Abschluß zwischen Sr. Majestät Regierung und der jüdischen Kolonialbank vorschlägt und der die Errichtung einer jüdischen Sieden? lung in Ostafrika bezweckt. S. Herrlichkeit hat auch die Bemerkungen erwogen, die Sie am 6. d. M gelegentlich Ihrer Unterredung mit Sir E. Barrington und Mr. Hurst in diese«' Amte machten Ich bin nun von Sr. Herrlichkeit beauftragt, zu sagen, daß sie die Frage mit dem Interesse studiert haben, das Sr. Majestät Regierung immer an jede« : wohlerwogenen Plan nehmen muß. der die Befferung der Lage' der jüdischen Rafft bezweckt. Die Zeit, über die sie verfügten, war zu kurz, als daß es ihr möMH'h! geworden wäre, auf alle Einzelheiten des Plans einzugehen oder ihn mit Sr. Mnsjestät Vertreter für das ostafrikanische Protektorat zu erörtern, sie bedauem daher, daß sie nicht in der Lage sind, eine endgiltige Meinung über die Angelegenheit^ auSzudrücken. Ä