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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1903-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1903) · p. Seite 192

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1903)
Date
1903-07-01
Page
Seite 192 (sequence 50)
Language
German
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F auf einem übergroßen Teil der Menschheit und verlangsamen den sittlichen Fortschritt der Individuen; Leiden anderen Vorhandensein Menschen die Schuld tragen, nicht Naturzwang. Aber Mange gewissenlose Führer aus Eigennutz einen künstlichen Haß zwischen Andersgläubigen und Anderssprechenden in der betörten Menge erzeugen und eifrig erhalten, einen Haß» der alle niederen Begierden zur Betätigung - weckt und zum Bruderzahl Ms einer ungemein x heiligen Pflicht ein historischen und naturwis vorangehen. Wenn dies gleichen Erfolge geschieht 192 — \ ufid Massenmord führt, solange wird die Moral der Mehrniedrigen Stufe stehen. Eltern und Erzieher sollen daher gfdenk sein und der Jugend die ursächliche Begründung der Moralgesetze, die keine Syyderung in Konfessionen und Nationalitäten kennen, durch eyschaftlichen Unterricht einprägen und mit gutem Beispiel nur wenig Generationen hindurch allgemein und mit dem mit dem heute der konfessionelle und nationale Haß in fast^ allen Staaten, welche die christliche Liebe predigen, den Kindern in Haus und Schule und im öffentlich^ Leben eingeimpft wird, dann stiege die Morgenröte des und Menschenglückes hinauf Denn die Mehrheit würde dann die uralten Vorschriften betätigen, welche der Inbegriff aller Moral und Sittlichkeit bilden: „WaH Dir nicht angenehm wäre, tue auch keinem Anderen und was Du wolltest, das rmsr diese schätzenswerten Wor Dir täte, das tue freiwillig jedem Anderen". Möchten te in unserer von Haß und Streit zerrissenen Zeit Beachtung finden, dann würm auch Vielen der Zweck des Menschenlebens klarer werden und ein höherer sein. — Im Kommissionsverlag der Friedr. Korn'schen Buchhandlung in Nürnberg ist erschierten: „Der Kamps um die Kibel und ihren Gottesbegriff". Drei Festreden, gehalten in der Synagoge zu Nürnberg von vr. Bernhard Ziemlich, Rabbiner. Mit Recht heb^ der Verfasser hervor, daß es die besondere Pflicht der jüdischen Theologen sei, den Kampf, der von Harnack und Delitzsch gegen das Judentum geführt wird! aufzunehmen und vor der breitesten Öffentlichkeit zu führen. In vorliegenden drei Festreden gehalten am Simchet Thora 1902, am Pesach und Schebothfist 1903 werden die bekannten Angriffe in geeigneter Weise abgewehrt und besonders die Universalität des biblischen Gottesbegriffes klar dargelegt. Mögen bi ne inhaltsreichen Reden, aus denen Jeder Belehrung und Kräftigung schöpfen kann, viel gelesen werden. Der Reinertrag ist zum Besten der Unglücklichen zu Kischinew bestimmt.. Inhalt: Eine geschichtliche Rechiniscenz zum Falle Kischinew. — Israel und Babylonien. — ffommnung und moralische Erkenntnis. — Geschichtliches über Gemeinde. — Leidensbrief in drei Teilen. — Ethische Charakterit|ub. — Nikolaus Lenau und die Juden. — Israel verworfen M^natsschau. — Referate und Mitteilungen. Intellektuelle Bervost! die Mainzer jüdische bilder aus dem Talchj und verflucht? — Verantwortlicher Druck von H. L. Brönner's gsedakteur und Herausgeber vr. Adolf Brüll; Dryckerei (F. W. Breidenstein), sämtlich in Frankfurt am Main.

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