Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 23 (1903)
- Issue
- Heft 6 (1.6.1903)
- Date
- 1903-06-01
- Page
- Seite 126 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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126 wähl statutenwidrig festgesetzt — so spricht die Versammlung den einstimmigen Wunsch aus. an den genannten Herrn das berg tätig zu sein- Ersuchen zu richten, für den Verband in Baden und Württem- Zu Revisoren werden die Herren Willibald Loewenthal und Justizrat Basch bestellt. Der einzige Punkt, der eine lange Debatte hervorrief, betrifft die gestellten dahin, jetzt nur die V Provinzialverbandes Centralverband möge ist — die Zahl der Mitglieder des Vorstandes ist auf neun Anträge. Die Versammlung einigt sich auf 'Antrag Karpeles wbandsvereine interessierenden Anträge Bochum, Elberfeld und Thorn zu beraten und die Anträge Berlin für die Konferenz zurückzustellen. Die Anträge Bochum werden in ihren fünf Teilen durch den Vorsitzenden des westfälischen Herrn Hühnlein ausführlich vertreten. Zu Antrag l: „Der die Rednerliste frühzeitiger als bisher herausgeben, dieselbe soll auch eine Rubriik enthalten über die Bereitwilligkeit der Redner, Tournös zu übernehmen nebst Angabe der Zeit und Kosten derselben", klagt der Referent, daß es sehr schwer halte, Redner für Tournes zu gewinnen: die Schwierigkeit werde erhöht, weil die Redner meist Rabbiner seien. Er verlangt Angabe der Zeit und für die Tournvs auch Angabe der Kosten. Loewenthal-Berlin, Frankel - Berlin, Dr. Freund - Ostrowo, wünschen die Fortlasfung des Preises, da diese Frage in der dochnotwendigen Korrespondenz erledigt werden könne. Herr Goldschmidt-Brakel regt an, daß die Redner die Preise der Verbandsleitung Mitteilen; die letztere könuteauf die Redner eiuwirken, bei den kleinen Vereinen mäßige Ansprüche zu stellen. Redakteur Klausner-Berlin erklärt sich gegen den Antrag Bochum in allen seinen Teilen. Die Honorierung bezeichnet er als beschämend und hält es für erforderlich, daß den Vereinen, welche nicht in der Lage seien, schickliche Honorare zu zahlen, von andlrer Seite Beihilfen gegeben werden. Nach Ablehnung eines Schlußantrages verweist Dr. Moses-Berlin auf das Muster der kaufmännischen Ver- .eine und die Höhe ihr:r Honorierung. Es sei außerordentlich wichtig, den Mitgliedern der Vereine vor Augen zu führen, daß die geistige Tätigkeit denn doch etwas höher eingeschätzt werden sollte, als das bisher der Fall gewesen sei. Dr. Bernfeld-Berlin bemängelt die alljährliche Wiederkehr derselben Themata. Die Herren Fränkel-Hirschberg und Prediger Ellguther-Neisse treten für die kleinen Vereine ein, welche sich nach der Decke strecken müssen und an die Dpferfreudigkeit ihrer Mitglieder keine höheren Ansprüche stellen können, ohne ihren Bestand zu gefährden. Dr. Karpeles sagt zu, daß die Rednerliste bestimmt früher erscheinen und auf die Angabe der Zeit der Vorträge besonderer Wert gelegt werden solle. Zur Erhöhung der Honorare wünscht auch er< daß die Gemeinden für die Literaturvereine, die doch eine Fortsetzung des Religionsunterricht bilden, einen Posten in ihr Budget aufnehmen. Auf die Themata der Redner habe der Verband gar keinen Einfluß. Inzwischen ist ein Antrag Spiewkowski-Berlin eingegangen, in dem Antrag Bochum die Worte „und Kosten", zu streichen. Bei der Abstimmung wird der Antrag 1 angenommen unter Streichung der eben erwähnten Worte. Die ferneren Anträge Bochum und zwar: