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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1903-06-01 · Heft 6 (1.6.1903) · p. Seite 124

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 6 (1.6.1903)
Date
1903-06-01
Page
Seite 124 (sequence 7)
Language
German
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124 rmg. 93c r ebenso der Zunzstift Instituten, Vereinen sondern tätig und seine Schaffenskraft Steinthal gründete e in deren zwanzig niederlegten. Dann national?" — Urspri — Ethik des Judenti An diesem Frau Nahida Ruth stellen und Abschrift^! die Ethik von M großen Wert legte. Teil. Mit ruhiger Monate leben wärt» zweite Teil vollendet zu haben. Am gere deutsche Gelehrte bringen. Diese ewige ganismus zerstören. Geist nicht gleichen im Herbst 1896 sein in München, Augsl seine Frau mit Erfo Leben nach Meran, zur Ruhe, als vieler wunderbar gehegt " u die das hinterm ©ar|ti leitete, ohne, gleich Hauses zu überschreit Man wird auch auf realem, wi ihn in seiner früheres mannes. Lazarus selbst ausgedehnte l demolierte, rekonstrui^ Krisis; die Bedeutuni Realitäten und in wie er überhaupt gleichzeitig dreizehnfacher Präsident von md Gesellschaften gewesen, aber nicht blos Präsident honorig tatkräftig; er war Maschinist nnb Maschine, ohne daß dadurch in die Brüche ginge! Im Vereine mit seinem gelehrten Schwager die „Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft,, ilden die beiden befreundeten Forscher einen Schatz von Wissen erschienen: „Erziehung und Geschichte." -- „Was heißt un§ der Sitten." — „Ideale Fragen" — „Prophet Jeremias" ums l. T." letzten Werke arbeitete er mit Lust und Liebe, wobei ihm seine erstaunlicher Weise durch Aufsuchen von Bibel- und Talmudwesentlich half. Vor wenigen Wochen erzählte er mir, daß e^sterhand ins Hebräische übertragen werde, worauf er einen Ich sprach mit ihm bei dieser Gelegenheit über den zweiten Stimme sagte er alsdann. „Wenn ich noch drei bis vier e und jeden Tag zwei Stunden arbeiten könnte, so wäre der ' Dann schwieg er lange; er scheint sein nahes Ende geahnt gen seines Sterbetages bezeichnete er seiner Gattin zwei jündie befähigt waren, den zweiten Teil der Ethik zu voll- Liel Arbeit ohne Unterlaß und Ruhe müßte auch den stärksten Or- Lazarus' sonst robuster Körper konnte mit seinem noch robusteren schritt halten; müde und leidend beschloß der große Gelehrte e akademische Laufbahn: hielt noch viel bewunderte Vorträge urg, Karlsruhe, Braunschweig und zuletzt in Wien wo auch g das Podium betrat; dann übersiedelte er zu einem ruhigen o er sich in die von ihm angekauste Villa Ruth, nicht gänzlich ehr zu einer stillen, nicht überhasteten Tätigkeit zurückzog gepflegt von seiner viel jüngeren entsagungsvollen Gattin, engitter abgeschlossene Gebell des Philosophen überwachte und monatelang die' Schwelle des in Gebüschen schlummernden n. staunen, zu holen, daß dieser Mann voll Ideale und Probleme, ütschaftlichem Gebiete tätig war — es war die Frucht der in Jugend gelegten Keime zur produktiven Tätigkeit des Kaufbei Leipzig einen Sommersitz, Schönefeld, und in Leipzig genschaften. Die Roßftraße daselbst ist ein Werk; er kaufte, rte und baute. Anfangs mit Erfolg; dann kam die unheilvolle g der Leipziger Messen nahm ab und mit ihnen der Wert der nz kurzer Zeit war das, was Lazarus erspart und erworben, n i ttb ihm, bffaß ga

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