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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1903-05-01 · Heft 5 (1.5.1903) · p. Seite 115

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 5 (1.5.1903)
Date
1903-05-01
Page
Seite 115 (sequence 21)
Language
German
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diesem den Spaten abnehmen wollte, so oft er ihn damit von der Feldarbeit heimkommen sah. Berach. (57 b. Megilla 27 b.) (Schluß folgt.) Monatsschau. In Frankfurt a. W. starb im Alter von über 70 Jahren Herr Oberlehrer a. D- Isaac Slum, ein durch treffliche Eigenschaften des Charakters und durch gediegene Leistungen auf dem Gebiete der Naturwissenschaften in den weitesten Kreisen geschätzter Mann. Er betätigte sich auch gerne als Mitarbeiter an den Monatsblättern Wir werden dem Dahingeschiedenen stets ein ehrendes Andenken bewahren. — In Frankfurt a. W. starb am 1. Mai Frau Winka Goldschmidt, geb. Freiin von Rothschild. Sie war als zweite Tochter des Freiherrn Wilhelm Karl von Rothschild am 18. Nov. 1857 geboren. Im Jahre 1878 verheiratete sie sich mit dem Bankier M. B. H. Goldschmidt. Als ihr Vater starb, stiftete sie eine Million für wohltätige Zwecke. — Die bevorstehenden deutschen Ausgrabungen in Palästina werden in ihrem Abschluß an die Resultate der Spatenarbeit im babylonischen Bezirk in der wissenschaftlichen Welt eifrig besprochen. Das eine Unternehmen geht von dem deutschen Palästinaverein (Vorsitzender Herr Professor Kautsch in Halle) aus. Der Palästinaverein läßt mit Unterstützung der deutschen Orientgesellschaft an der Stätte deS alten, in der Ebene Jesreel gelegenen Meggido Grabungen vornehmen. Technischer Leiter ist der Ingenieur Dr. Schumacher in Haifa; er beabsichtigt in diesen Tagen den ersten Spatenstich zu tun. Unabhängig hiervon ist Dr. Thiersch vom archäologischen Institut in Athen aus einer Rekoguoszierungsfahrt nach Palästina unterwegs. Seine Aufgabe ist es, einen Ort ausfindig zu machen, auf dessen Aufdeckung von seiten der Orientgeselljchaft Wert gelegt wird. Mit Dr. Thiersch wird sich als Spezialist auf dem Gebiet alttestamentlicher Lokalfragen der junge Theologe Herr Hölscher aus Leipzig vereinigen. Die Anregung zu dieser Expedition geht von einem Vorstandsmitglied der deutschen Orientgesellschaft aus, das die nötigen Mittel perabkauscn. Der Schlüssel aber zu dem Behälter des Edelsteins lag unter dem Kopfkissen des gerade schlafenden Vaters. Da wies der Mann die Weisen ab; so heilig war ihm der Schlaf des Vaters. — R. Tarfon rühmte sich einst der zarten Sorgfalt, mit der er seine Mutter behandelte. Noch nicht, entgegneten ihm seine Genossen, hast du die Hälfte dessen erreicht, was Elternverehrung heißt. Hat sie dir schon einmal deine Geldtasche ins. Meer geworfen und du nahmst es schweigend hin? (Das.) — Wenn R. Josef die Fußtritte seiner Mutter vernahm, sprach er, ich will aufstehen vor der Schechina (Erscheinung der Gottheit), die kommt. (Das.) So erhabene Begriffe hat der Talmud von der den Eltern schuldigen Pietät. Daß er auch zur materiellen Unterstützung der Ettern, wenn diese in Not sind, nachdrücklichst ermahnt. (Bgl. das.) versteht sich hiernach von selbst.

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