Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 23 (1903)
- Issue
- Heft 5 (1.5.1903)
- Date
- 1903-05-01
- Page
- Seite 107 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Anschauungen übereinstimmend, zu handeln. Nur Menschen, welche vereinzeltes und Quellenwissen — wenn auch sehr vieles — besitzen, können unmoralisch sein und verdienen trotz ihres vielen Wissens wirklich den Nanien „Halbgebildete". Es sind dies jene Pseudo-Intelligenten, ivelche die Kultur de» Moralisten verhaßt machten und auch Männer wie Rousseau und Tolstoi zur Behauptung brachten, daß je meh die Menschheit kultiviert, desto moralisch verdorbener wird sie.! sFortsetzung folgt.) Protokoll der 2. Sitzung des Ausschusses der Gesellschaft zur Förderung der Wisteuschast des Judentums am 21. und 22. April 1903 zu Berlin, Lteglitzerstraße 85*- Die Sitzung am 21. April beginnt um 10lj-2 Uhr vormittags, anwesend sind die Herren: Dr. Baneth, Dr. Bloch, Geheimrat Cohen, Dr. Karpeles, Kirchenrat Dr. Kroner, Dr. Lucas, Prof. Dr. Philippson, Dr. Posnanski, Dr. Weiße, die fehlenden Mitglieder des Ausschusses hatten die Gründe ihres Ausbleibens schriftlich angegeben. Den Borsitz führte Pros. Philippson. Der Vorsitzende verliest zunächst ein Schreiben der Zunzstiftung i Berlin), die sich zu gemeinschaftlicher Arbeit mit der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen erbietet. Der Ausschuß nimmt diese Mitteilungen mit Dank entgegen und erklärt sich einstimmig mit deren Inhalt einverstanden. Nach kurzer Debatte wird sodann beschlossen, von der Beratung Aber die Propaganda (Punkt 1 der Tagesordnung abzuseben) und über Punkt 2 der!Tagesordnung: Zeitschrift (cf. 2 § 2 a der Statuten) in die Debatte einzutreten. Der Vorstand hatte die Fragen gestellt: Soll eine schon bestehende Zeitschrift von der Gesellschaft übernommen werden uni) unter welchen redaktionellen und materiellen Bedingungen, oder soll eine neue begründet werden? In letzterem Falle a. mit welchen Aufgaben, b. unter welcher Redaktion, o. in welchem Umfang, <jL unter welchen pekuniärer! Bedingungen. Der Schriftführer verliest nach dem Stenogramm die Ausführungen, welche in dieser Angelegenheit auf der konstituierenden Versammlung am 2. November 1902 von Dr. Braun und Prof. Geiger gemacht waren. Die Anwesenden erklären sich damit einverstanden, eine neue Zeitschrift zuförderst nicht zu gründen, sondern die Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums wenn möglich zu übernehmen. Nach längerer Beratung wird beschlossen: Die Gesellschaft ist bereit, die Monatsschrift zu ihrem Organ zu machen und soll dann dem bisherigen Titel hinzugefügt werden: Im Aufträge der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums herausgegeben von ... Die Beding-