Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 23 (1903)
- Issue
- Heft 5 (1.5.1903)
- Date
- 1903-05-01
- Page
- Seite 98 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Jüdentürsi Werke unserer (Reiste zu setzen, als ihnen m. A., es kann nicht gar oft nicht imstande Denkmal zu setzen, kennt. Wi-r lesin wo Zeitschrift oder hört noch nicht zum sein noch nicht! gebrcs Vergangenheit und 11 wir unserer teueren Mann, dessen Mjähr^, werden, auf einen Glaubensbrüder gekälst erfüllt das Wort, da wurde: ,.ul)eruarli s niuiio esaur ehialozo ftümmen den Bös< Lenden." ging eben von der Ansicht aus, es sei viel wichtiger, die Heroen zu ftudie^e^und ihnen in unseren Herzen ein Denkmal ein Denkmal anß 13teilt und Marmor zu errichten. Allein, geleugnet werden, daß auch der gebildete Jude unserer Zeit ist, feinen jüdischen Geisteshelden auch nur im Herzen ein loeil er die ruhmreiche Vergangenheit des Judentums nicht hl die allgemeinen Tagesblätter; aber auch eine jüdische in Werk über jüdische Geschichte zu lesen, das geauten Ton, soweit hat es bei vielen das jüdische Selbstbewußtcht. Daher mangelt uns auch das Verständnis für unsere msere jüdischen Geisteshelden. Darum möchte ich heute, wo Verklärten gedenken, eure Aufmerksamkeit lenken auf einen ger Todestagv) noch int Laufe dieser Woche wird gefeiert ann, der sein ganzes Leben für das Recht seiner jüdischen pft hat. An jenen! Manne, Gabriel Riesser, hat sich o uns heute aus dem herrlichen Prophetenabschnitte verlesen efosov jomis roseho. weliojo zedek esaur mosnov welioe- „Durch den H a n ch seiner Lippen macht er verwicht, Recht und Treue bilden den Gurt seiner M. A! Es kann heute nicht meine Aufgabe sein, Euch ein genaues Lebensbild des Mannes zu entwerfen, welcher als erster Jude Richter in Deutschland geworden ist; nur einige Züge ans seinem Leben wollen wir hervorheben, welche uns zeigen, wie Gabriel Riesser sich würdig anreiht jenen Gestalten, die wir am ersten Tage unseres Festes erwähnten, wie auch er gleich Josua vom wahren und echten Selbstbewußtsein erfüllt gewesen. Gabriel Riesser war in den-römischen.Pandekten ebenso zuhause, wie ir schuft hervorragende ihm anch in seiner rumänischen Glaubens des Ozeans ziehen — Weit entfernt davon Unerschrockenheit fiir Gestorben am der Bibel und hatte sich auf dem Gebiete der Rechtswissen- Kenntnisse angeeignet. Gleichwohl wurde er wegen seines jüdischen Glaubens zn rückgewiesen, als er sich an einige Hochschulen gewandt hatte, um an ihnen al^ unbesoldeter Lehrer der Rechtswissenschaft zu wirken, ebenso wurde Vaterstadt, -- jener Stabt, die jetzt so häusig von unseren -brnderu berührt wird, ehe sie in ihre neue Heimat jenseits verwehrt, das Amt eines Anwaltes auszuüben. Aber je^t erst zeigte sich der felsenfeste Charakter dieses edlen Mannes. seinen Glauben auszugeben, trat er vielmehr mit Mut und seine jüdischen Glaubensbrüder ein und fordert in einer Schrift, 22. April 1868.