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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-04-01 · Heft 4 (1.4.1904) · p. Seite 96

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 4 (1.4.1904)
Date
1904-04-01
Page
Seite 96 (sequence 26)
Language
German
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Konzentration und Zentralisation. - Noch seien die künstlerischen Reproduktionen jüdischer Meister, dichter nicht eingehend besprochen werden können, flüchtig erwähnt. Kann vielleicht von einer jüdischen Kunst noch nicht mit voller Berechtigung gesprochen werden, so ist schon äußerlich betrachtet die wachsende Zahl jüdischer Künstler ein Phänomen des erwachten Sinnes für Leben, Farbe und Schönheit. Unter den Reproduktionen des Almanachs enthalten die meisten jüdische Motive und viele andere jüdisches Empfinden. Von Lesser Ury sind da der Jeremias, dessen mächtigiges Pathos allerdings durch die Wiedergabe fast verloren gegangen ist, die „Moses"-skizze und zwei der Landschaften, deren leuchtendes Leben wenigstens in Erinnerung gebracht wird. Vertreten sind ferner Antokolski mit dem „Schlaf", der Büste Iwans des Grausamen und einem zarten Spinoza-Jüngling, Joseph Israels, dessen matt-wiicher Ton bald niederländische Landschaften und ihre stillen Menschen, bald das Vergangenheitsleben Israels umhüllt („die.Erwartung", „der Thoraschrciber", „ein Sohn des alten Volkes", „Kiddusch"), Gottüeb mit seinerfrommen Sanftmut, Lilien mit der eigenartigen Symbolik und Technik, mit der er manchmal durch einfache Linienzüge, gewissermaßen aus seelischer Reflexion heraus, vergessene Bilder aus birr Tiefe emporsteigen läßt Insbesondere ist ihm dies in der Zeichnung „Das Licht des Exils" gelungen. Einzelne herrliche Typen jüdischer Greise, rastender Wanderer, wissensgläubiger Gelehrter und frommer Dulder von Hinszenberg, Struck, Pilichowski und Pasternak, dessen „Schöpferstunde" und „Musikanten" noch besonders hervorgehoben seien. Motive der jüdischen Geschichte und überhaupt des jüdischen Lebens, Porträts und Landschaften von Epstein, Lieberwann, Solomon, Weinles und einigen anderen Künstlern. Alles in allem — ein schöner Schmuck des jüdischen Hauses, ein festliches und ein echt jüdisches Buch. E. M. Es sind uns zugegangen: Worte der Erinnerung und des Trostes, gesprochen an der Bahre des sel Herrn Gerson Reichenberger (26. Oktober!9o2) von Dr. Ahron Cohn, Distrikts-Rabbiners zu Jchenhausen und Worte der Erinnerung und des Trostes, gesprochen an der Bahre der sel. Frau Wwe. Fanny Reichenberger (22. Febr. 1903 -, in N eichen das segensreiche Wirken und Schaffen zweier edlen, um die israelitische Genreinde Jchenhausen hochverdiente Menschen nach den verschiedenen Richtungen hir in gebührender Weise geschildert wird, die zusammen sich gegenseitig zum Guten aneifernd, im Leben standen und jetzt durch-den Tod vereint sind. Das Andenken an die Heimgegangenen bleibt ein gesegnetes! Inhalt: Ethische Charakter! Bedeutung für Monatsschau. — bilder aus dem Talmud. — Rabbi Moses ben Maimun in seiner die Geschichte der Naturwissenschaften. — Der Alte Awrom. — Referate und Mitteilungen. Verantwortliches Druck von H. L. Brönner's Redakteur und Herausgeber vr. Adolf Brüll; Druckerei (F. W. Breidenstein), sämtlich in Frankfurt am Main.

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