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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-04-01 · Heft 4 (1.4.1904) · p. Seite 74

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 4 (1.4.1904)
Date
1904-04-01
Page
Seite 74 (sequence 4)
Language
German
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74 Ge^ankenwogen und wä^tsgetrieben, und Zstl. Zumeist, nich Scharfsinns nicht en m. Hochg., über den will; nicht verkenne^ sowie die staunenerreg A^ada. Was bicfr bei unserem Bilde bh Disputation ihre lassen sich Hinabsenker Taucher sind, die mi und nicht Luftschiffer, Herumschweben, so fö mud in großer Fülle nisse höchster sittliche) wahrhaft philosophisch läufigen philosophischer seine Verfasser seien der den Satz aussprä er der Ort der Welt pantheistische Philosoil wsckelt nicht seine stellen, daß solch tiefe: Nachdenken entsprunge Stütze in den sogenann: „Alles ist vorausges Welt regiert, und R. Akiba — kennt freiheit einerseits und glles Geschehens andr Ausläufer verfolgt, sei, daß man nicht sich einbilden darf, ethische Verpflichtung ') Wajeze Rabba f>8. 2) Aboth 3, 15 :*) Bgl Maimonides ft omni Spekulationen nachgegangen, aber d, allein jene berechtigt nnp heilsam si bringen Alles wieder in Aufruhr. So wird das Schiff vorder Steuermann Verstand bringt es wohl zumeist glücklich ans immer, denn oft kann er sich der Gewalten des entfesselten ichren: das Thema muß dann unerledigt bleiben. Man mag, wissenschasilichen Wert dieser Geistesarbeit denken, wie man wird der wahrhaft Eingeweihte den hohen religiösen Ernst ende Intelligenz, die sie voraussetzt. - Ta ist dann ferner die andere Bestandteil des Talmud bedeutet? Lassen Sie uns eiben. Dieselben Männer, die auf der hohen See scharfsinniger isterschaft bekunden, verwandeln sich zuweilen in Taucher; sie in die Tiefen der Metaphysik und Ethik, und weil sie eben der Atmosphäre des lvirklichen Lebens in Verbindung bleiben, die in der unfruchtbaren Ätherregion abstrakten Spekulierens chern sie auch wirkliche Schätze zu Tage. Es sind die im Talanzutreffeuden Sentenzen, Aussprüche, die wir als Zeug- Lebensauffassung wie als Resultate reifster Erfahrung und er Erwägtng ansehen miissen. Weil der Talmud keine weit-;t Erörterungen enthält, hat man gemeint behaupten zu dürfen, Peine Philosophen gewesen. Ich frage: Hat etwa der Manu, ch: „Gotl heiße deshalb schlechtweg Makom " Ort, weil nicht abe^ die Welt sein Ort ist"'), sich etwa nicht in die hie der Eleaten vertieft und — sie überwunden? Ei? ent - Gedanken vor unseren Augen. Aber wer wird in Abrede r, prägnanter Spruch nur einem gründlichen philosophischen!N sein kann? Ich verweise Sie ferner auf die tiefsinnigen ten „Sprüchen der Väter". Da lautet z. B. ein Satz: sthen, gleichwohl ist der Wille frei, und mit Güte wird die Alles kommt auf das Tun an"?) Der Autor — es ist o fenbar die ganze Schwierigkeit des Problems, das in der Willensder durch Vorsehung und Naturgesetz bedingten Bestimmtheit Abseits bestcht: er hat das Problem offenbar bis in seine letzten ober eben etwr lediglich )arum erkannt, daß darüber nicht hinauszukommen nach einer Seite hin zu einem Resultate zu gelangen dgß wir vielmehr Beides gelten lassen müssen, weil nur so eine und eine frohe Weltanschauung möglich ist?) Wir, die wir .eixt zn Aboth. III, 15. Das; :N. Akiba tiefen philosophischen ^bei immer die Grenzen einzuhalten verstand, innerhalb deren besagt auch'jener merkwürdige Bericht von den Bieren,

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