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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1903-03-01 · Heft 3 (1.3.1903) · p. Seite 50

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 3 (1.3.1903)
Date
1903-03-01
Page
Seite 50 (sequence 4)
Language
German
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50 als Zeugnis der Gesiunungstücy arbeiters noch lange stach seine unseren Theologen beachtet zu Mgkeit das Andenken unseres heilngegangenen Mit- Tode segnend erhalten wird und die besonders von Ulerden verdienen: ein Begr Je erhabener dem Mißverständnis stnd dem mehr Menschenleben hinwegger Einrichtung. welche als die die Religion? Nicht nur die ist oder eine Einrichtung ist, desto leichter sind sie Mißbrauch ausgesetzt. Gibt es eine Krankheit, die l^sft, wehr Glück und Wohlstand zerstört hat, als die tiftung des höchsten Heils und Segen gilt, als die der Glaubenskampf aufgesH geübt r Feinde Namen der Religion ehrer der religiösen Erkenntnis seliger Wahrheit, die den Geist ist, daß sie Tod und Verderbn des Zwanges und d^s Drucks Betäubung und nicht l vielmehr gekommen. Ja, von der. Religion per Religion weisen aus die Leichenpyramiden hin, ichtet hat, auf die unsägliche Bedrückung, die im iststrden ist; auch die Freunde und begeisterten Vergüssen es schmerzerfüllt eingestehen, daß dieser Born erhellt und das Herz erfrischt, oft vergiftet worden >i weithin getragen hat und ein dumpfes Gefühl s erzeugt hat, als sei durch die Religion eine eine Befreiung und Erlösung über die Menschen Euch hin Segen und mit dem Hnnmel ver schwung Eurer Seele Einblick gewährt in storher u Euren Geist blind macht für ist; die Religion kann zum S und hoffnungsfreudig die Erde wie in ein lebens Euch schleppt lächerlicher Zeremoniest und tu Hölle und harter Strafen, die Gesetze werdet erdulden müssen Wem von Jen spätere Gestaltung Ordnungen und Brä^ daß Moseh, wenn er bekennen, sich bei Mosaismus nicht wie' den ') 5. M. Ilse. noch in Nichts i mit dem en, die JuderH chen ver heute wie Seinen )ererkeniiei elbst gilt der Spruch: „Siehe, ich lege heute vor Fluch"? Der Glaube, er kann das Band sein, das Euch nüpft, ui :b er kann zur Fessel werden, die den freien Aufhemmt u tb hindert; er kann die Leuchte sein, die Euch den n zeahnte Welten und er kann die Hülle werden, die bas Große und Schöne, an dem die Welt so reich gen werden, daß Ihr Euch frei und glücklich fühlt dem Momente, in welchem vor dem Sterbenden rrsinkt, und sie kann ein Fluch sein, daß Ihr zeit- Wuste unverstandener Formeln, beschwerlicher und sterbend Euch ängstet mit der Vorstellung einer Ihr für die harmlose Übertretung längst veralteter cch a rch nur oberflächlich die Thora des Moses und die ims mit allen seinen Regeln und Formeln und c lichen haben, ist nicht schon der Gedanke gekommen, der herabstiege zu denen, die sich doch zu seiner Lehre gar nicht mehr zurecht sinden, daß Mosel) den würde.

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