Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 23 (1903)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 4)
- Language
- German
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2 Der Kampf der Propheten und Monisten und Anti-Miümvnisten Liberalismus und Konservativismus, Religion und Nationalität, Betonung des Ethischen und Cermonilellen in anderes als der Gegensatz zwischen Aber dqß diese beiden gegengesetzte Beurteilung, die es des Judentums ans, in trachten, um aus ihnen salismus und des Partikularismu!s Priester, der Sadduzäer und Pharisäer, der Maider Kamps zwischen Fortschritt und Stillstand, b|er Religion, alles ist im letzten Grunde nichts Universalismus und Partikularisnius. um die Herrschaft ringenden Mächte innerhalb des Judentums ö e r eii i g t wäre» , nicht friedlich vereinigt, sondern beinahe immer mit einander um den ^orrang kämpfend, das ist das bezeichnendste Merkmal des Wesens des Judeint ums, das erklärt seine Entwicklung, seine Geschichte, seinen Fortbestand, seine Verjüngungskraft, das erklärt auch die so diametral entg:fnnden. — zu zeigen, daß thatsächlich diese beiden Elemente oorhanden waren und zu seinem charakteristischen Bibeln das Wesen des Judentums nach der Richtung des Univerzu erkennen. des gegenwärtigen Standes der schrieben. In diesem Iperk schild Nichtjüdische in Israel gepflanzt schlimmsten Fehler dieses Volkes Aber wird nicht des alten Testamentes sernt, eine Weltreligiou zu sein Unsere Anfgabe aber ist, von Ursprung an in ihm Wesen gehören. In zwei gigantischen Geistesschöpfungen prägt sich der originale Charakter nd Talmud. Beide haben wir nunmehr zu be I. Die Bibel. Wenn man auf die lauten Stimmen ans dem Markte draußen hört, so müßte das Volk des allen Testamentes das partikularisiischste aller Völker gewesen sein, ein Volk, das sich sich das auserwählte Bdlk Gottes kritiker, unsere theologißhen und und lehren das als w der vor wenigen Jahr in nationalem Hochmut von allen Völkern abschloß, das nannte. Unsere christlichen Pastoren und Bibelicht-theologischen Universitätsprosessoren schreiben issenschaftlsche Wahrheit. Professor Otto Pfleiderer z. B., magnificus der Universität Berlin war, hat ein n Rektor weitverbreitetes Werk über „Die Religion, ihr Wesen und ihre Geschichte auf Grund philosophischen und historischen Wissenschaft" gert er die mosaische Religion als so engherzig, so national beschränkt, so partikular stisch, daß die jungen Studenten, die das lesen, eine Gänsehaut vor dem Judentum überlaufen muß. Der mosaische Gott, so meint er, ist ei» Nationalgott, kümmert sich nur um sein Volk Israel, und dieser in Israel festgewurzelte Glaube hat einen gar schlimmen nationalen Dünkel, eine der humanen Moral straks zuwiderlo »sende ve ächtliche, und gehässige Gesinnung gegen alles eine gehässige Gesinnung, welche einer der uon Anfang an gewesen und immer geblieben ist. in der T >at die nationale Absonderung an zahllosen Stellen hervorgehoben? Ist nicht die Religion Moses — weit ent* lediglich eine Religion Israels? Ist nicht die