Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 14 (1894)
- Issue
- Heft 11 (1.11.1894)
- Date
- 1894-11-01
- Page
- Seite 260 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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260 - Juden t er hiesigen Umgebung, die zum Teile auch in demselben Orte geboren Frieden und Eintracht mit der christlichen Bevölkerung. Wir begrüßen Gnaden, der als Friedensfürst ist, und wir erblicken darin eine der Confessionen." Se. Eminenz antwortete sehr huldreich, dankte der Deputation und spendete seinen Segen allen sind, in es als ein Glück, daß Euer fürsterzbischöfliche waltet, ein Sohn dieser unserer engsten Heimat weitere Bürgschaft des fortdauernden Friedens denen, in deren Namen die Deputation erschienen katholischen" Universität in Budapest wurden ernannt: Herr Dr. Goldzieher „Wiener Zeitung" vom 12. Sept. ist. — Zu ordentlichen Professoren an der und Herr Dr. Gustav Schwarz. — Die amtliche publiziert die Ernennung des Herr» Ratssekretärs Dr. Jacob Kohn zum Landesgerichtscat in Wien. — In Gegenwart Sr. Majestät, des Kaisers fand am 11. September in Lemberg die Eröffnung des neuen israelitischen Waisenhauses statt. — Als Rabbiner wurden gewählt in Mähr.-Weißkirche» Herr Dr. Rabiuowicz aus Rakonitz, in Humpoletz Herr Dr. Wohl und in Bisenz Herr Dr. Rysenmaun. — Nach amtlicher Festsetzung sind während des Jahres 1892 in Wien 20 männliche und 50 weibliche Personen zum Judentum nbergetreten. — Aus Suczawa (Bukowina) berichtet man: Herr Dr. Ä. Loewy, welcher zumOberrabbinerder Stadt und des Kreises gewählt wurde, hat sein Amt angetreten und wurde vom Vorstande seiner früheren Gemeinde mit einer prachtvoll ausgestatteten Dank-Adresse beehrt, welche zum Zeichen der Dankbarkeit und des Andenkens gegeben wurde. -- Aus London wird berichtet: Das britische Museum hat unlängst eine in seiner Weise einzig dastehende Reliquie erhalten die zur Zeit im assyrischen Departement ausgestellt ist. Es ist ein altassyrisches Gewicht.; .Dasselbe ist aus grünem Diorit hergestellt, ist vier Zoll hoch, an der Spitze abgerundet und unten flach. Das Gewicht wurde zur Zeit Nebucädnezar's II., 605 v. Ehr-,: verfertigt. Die 10 Linien lange babylonische Inschrift besagt, daß dies» eine genaue Nachbildung des staatlich anerkannten Gewichtes sei. Es scheint zweierlei Arten Gewichte in Babylon gegeben zu haben. Die eine war die „Mana des Königs", die andere Art Gewichte wurde besonders zum Wägen von -Silber verwandt. In dieser Beziehung ist die Stelle des alten Testamentes interessant, wo es heißt, daß Abraham dem Hetiter Ephron den Preis der Höhle von Mächpelat, 400 Seckel, abwog. (Genesis XXIII. 16) In Petersburg starb der bekannte Naturforscher Herr Dr. S. M. Hercenstei«. Der Verstorbene, dessen Arbeiten auf dem Gebiete der Ichthyologie allgemein geschätzt wurden, war Assistent am zoologischen Museum der k. Akademie der Wissenschaften. Auch den jüdichen Angelegenheiten wendete er viel Interesse zu. — Aus Wilna wird gemeldet: In der Ortschaft Boschewi« wurde der reiche jüdische Pächter Schmnl Bibrowitsch mit seiner Familie, im Ganzen acht Personen, des Nachts ermordet, das ganze Haus ausgeräubt und sodann in Brand gesteckt. — Man berichtet uns: In Widdin, Nicopol und Tambul wurden Synagogen eingeweiht — Herr