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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1894-10-01 · Heft 10 (1.10.1894) · p. Seite 235

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
14 (1894)
Issue
Heft 10 (1.10.1894)
Date
1894-10-01
Page
Seite 235 (sequence 19)
Language
German
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235 Alfred Edersteiii's (1825—1889) vom Herausgeber. Die Mutter Stephanie geb. Beisuß war ein Glied der in Frankfurt a. M. ansässigen Familie dieses Namens. — Eine Wander-Versammlung des „Central-Vcreins jüdischer Staatsbürger" fand am 25. Juli in Berlin im alten Schützcnhause statt. In der Versammlung, die nur von 50 Personen besucht war, legte der Vortragende, Herr Dr. Cnrt Pariser, die Ziele und Bestrebungen des Centralvereins dar. Ter Redner und einige Mitglieder der Versammlung, die.sich an der Diskussion beteiligten, stimmten darin überein, daß es nötig sei, ynter den Inden die Kenntnis ihres Schrifttums und ihrer Geschichte zu verbreiten. Gründliches Wissen ans diesen Gebieten sei die beste Waffe, um den verl^lmderischen Angriffen der Antisemiten gegen das jüdische. Schrifttum entgegenzutreten. Auch die Thätigkcit des Rechtsschutzburcaus wurde grundsätztich von allen Rednern gebilligt, wenn auch nicht in ihren Einzelheiten. — Die Berliner Akademie der Wissenschaften hat dem Privatdozenten Herrn Tr. Georg Hnth 600 Mark zu einer Untersuchung der tibetanischen Handschriften in der königlichen Bibliothek bewilligt. — Herr Professor Lazarus in Berlin wurde von der Berner Universität zum Ehrendoktor ernannt. — Von dem Verbände der Vereine für jüdische Geschichte und Litteratnr in Deutschland ist Nn 1 der Mitteilungen erschienen. Dieselben enthalten neben einigen anregenden Aussätzen, rin ausführliches Verzeichnis sämtlicher Vereine für jüdische Geschichte und Litteratnr und einen Bericht über die litterarische Thätigkeit in denselben im Winterhalbjahre 1893/94. Wir geben uns der Hoffnung hin, das; im nächsten Winter sich in Deutschland nach dieser Richtung hin ein reges Leben entfalten tverden und daß die Großgemeinden und jüdische Wohlthüter sich endlich einmal durch Zuweisung von Geldmitteln an diesem äußerst wichtigen Werke beteiligen werden, denn nur ans diesem Wege kann das Judentum nach innen und außen zu der ihm gebührenden Würdigung und Anerkennung gelangen. — Herr Rechtsanwalt Emil Lehman in Dresden, unser geschätzter Mitarbeiter, feierte am 6. Juni sein fünfundzwanzigjühriges Jubiläum als Vorsteher der dortigen Religionsgemeinde. — Der Antrag des Stadtverordneten Zilkens, den Zuschuß der Stadt Köln zu dem Synagogenbau aus 40,000 M. zu bemessen, wurde jüngst mit großer Mehrheit angenommen. — In Bayreuth wurde das 25 jährige Jubiläum des Lehrers Herrn Simon Dachauer, in feierlicher Weise begangen. — Herr Dr. Koch tvurde mit der Stelle eines Rabbiners in Dürmnach betraut und Herr Tr. Staripolsky von Quätzenheim nach Odcr-Ehnheim versetzt. — Am 1. August starb in Borek Herr Rabbiner Josef Labaschinski im Alter von nahezu 90 Jahren. Die Herren Rabbiner Dr. Baeck und Dr. Jacvbsoh» widmeten ihm ehrende Worte des Nachrufs. — In Eschwege starb am 24. Juli Herr Kreisrabbiner Goldmann im 86. Lebeusjahre. Er beteiligte sich an der ersten Rabbinerversammlung. — Der Antisemitismus scheint jetzt auch in Sportkreisen Blasen zu treiben. Dem

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