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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1894-09-01 · Heft 9 (1.9.1894) · p. Seite 208

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
14 (1894)
Issue
Heft 9 (1.9.1894)
Date
1894-09-01
Page
Seite 208 (sequence 16)
Language
German
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208 Dr. Landauer zum Honorar-Professor au der dortigen Universität ernannt und in Berlin der Privatdozent Dr. med. Carl Posner. — In Rawitsch wurde Herr Dr. Cohn, bisher in Wreschen zum Rabbiner gewählt und in Ansbach Herr Dr. P. Kohn, bisher in Mannheim. -- Man berichtet aus Berlin: Am 28. Juni starb Herr Dr. phit. et med. Moritz Traube, geb. 1826 zu Ratibor. Die bedeutendste wissenschaftliche That seines Lebens ist die Entdeckung der anorganischen Zellen. — Am 8. Juli starb der berühmte Orientalist Herr Prof. Dr. August Dillmann. Seine erste Arbeit war dem apokryphischen Buche Henoch gewidmet. — Am 10. Juli starb Frau Dr. Sarah Cassel, die vortreffliche Gattin des' vor Jahresfrist Heimgegangenen Dr. David Cassel s. A. Nach dem Tode Cassels war es ihr eifrigstes Bemühen, die Publikation seines litterarischen Nachlasses zu ermöglichen. Noch ehe ihr die Verwirklichung dieses Herzenswunsches beschieden war, ist sie dahingegangen. — In Steinsfurth und Lüneburg wurden Synagogen cingewciht. — In Bautzen (Sachsen) soll ein jüdischer Betsaal errichtet werden, denn die Zahl der dortigen Juden hat sich innerhalb der letzten 25 Jahre von 1 auf 60 vermehrt. — Das neu erbaute Haus des israelitischen Waisenvcrcins in Mannheim wurde in feierlicher Weise seiner Bestimmung übergeben. — In Breslau starb 88 Jahre alt, der Altphilologe Wilhelm Freund. Er ist in'weiteren Kreisen als Verfasser der Schüler-Präparationen bekannt geworden. — Tie in dem altbewährten Sovlbade Königsdorff-Jastrzemb im Jahre 1800 gegründete Israelitische Kinderheilstätte ist nunmehr am 20. Mai zum fünften Mal eröffnet worden. — Herr Emanuel Laster, der große Sieger auf dem Schachbrett, der jetzt die Aufmerksamkeit der gesamten Schachwelt auf sich gelenkt hat, ist der Sohn des jüdischen Lehrers in Berlinchett. — Unter dem Titel „Mimisräch Umimarab" erscheint in Wien, herausgegeben von Herr Rüben Braiuiu, eine hebräische Monatsschrift. Das erste Heft, das mns vorliegt, enthält wertvolle Beiträge von I. H. Weiß, Brandstätter, Dr. Bloch, Prof. Moses, Dr. Mardclkcrn, Dr. D. H. Müller, M. Baumgarten, Prof. Dr. Kaufmann, E. Schulmann, Abr. Epstein und noch Anderen. Hoffen wir, daß diese gediegene Zeitschrift die gebührende Anerkennung und Verbreitung findet. — Ihre Majestät die Kaiserin Elisabeth, deren große Verehrung für Heine's Poesien bekannt ist, beschäftigt sich, wie die „Extrapost" meldet, gegenwärtig mit der Übersetzung einiger Dichtungen aus dem „Buch der Lieder" ins Griechische. Ihre Majestät hat die Absicht, nach Vollendung mehrerer derartiger Übersetzungen eine Sammlung herauszugeben. Sämtliche Manuskripte find von Ihrer Majestät eigenhändig geschrieben. — Herr Professor Dr. Alois Händler ist zum Rektor der Universität in Czernowitz gewühlt worden. — Der Privatdocent an der Wiener Universität, Herr Dr. R. Znckrrkandl ist zun!» Professor der politischen Ökonomie an der deutschen Universität in Prag ernannt worden. — In Wessely a. d.' M. wurde <n

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