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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1894-03-01 · Heft 3 (1.3.1894) · p. Seite 72

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
14 (1894)
Issue
Heft 3 (1.3.1894)
Date
1894-03-01
Page
Seite 72 (sequence 24)
Language
German
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7 2 indem er zmn Director des in Atlanta, der Haupstadt Georgiens in den.Vereinigten Staaten zu errichtenden Conscrvatoriunis ernannt wurde — Die Frau des in Paris wohlbekannten Cvmponistm Jules Beer, eines Neffen des berühmten Componisten Meyerbeer, starb vor kurzem und wurde mit den größten Ehren zu Grabe getragen. Sie war eine äußerst wohlthätige Dame, welche ihre Gaben ohne Unterschied der Konfession spendete; Litterarische und politische Capacitäten waren zahlreich vertreten, die Großrabbincr von Frankreich und Paris sprachen am Grabe. Zum Andenken an seine Frau spendete Herr Jules Beer 10.000 Francs an den Seine-Prüfecten und 10.000 Francs an die jüdischen Wohltätigkeitsvereine zur Verteilung an christliche und jüdische Arme, welche an Frau Beer so viel verloren haben. — Das große, von Professor Gcrolamo Navarra entworfene und ausgeführte Gemälde „Prophetische Erscheinung", welches in allen Städten wo dasselbe zur Ausstellung gelangt war, so großes Aufsehen erregt hat, wird nun' auch in Wir» im „Grand Hotel" ausgestellt. Nicht allein die glänzende Technik des Bildes, sondern mehr noch der Gegenstand desselben, welcher Israels Glauben und straft in Farben verherrlicht, haben allgemeine Bewunderung erregt. Wir geben im Nachfolgenden eine Erklärung der Allegorie: Vom Berge, über dessen Gipfel der erhabene Wahrspruch Israels erglänzt, strömt das Wasser, das Symbol des vom Ewigen entstammenden Glaubens; jenes Wasser, welches, wie Hesekiel in seiner Prophezeihnng sagt, den Nahrnngs- und Arzneipflanzen, nämlich dem Geiste und dem Herzen, den Lebenskeim verleiht. Diese, der Geist und das Herz, sind durch die Gestalten zum Ausdrucke gebracht, welche an beiden Ufern des Stromes im Vereine mit jenen um die, die besonderen Charaktereigenschaften des Stammes Israel darstellenden Figuren gruppirt sind: Die Mäßigkeit, die Zähigkeit und die Arbeit. Der Mäßigkeit zur Seite stehen die Vorzüge des FamilicuSlebens, die Wohltat und die Vaterlandsliebe. Um die Arbeit und die Zähigkeit schaarcn sich der Handel, die Industrie, die schönen Künste, die Medici» die Chirurgie, die Mathematik und die Astronomie. Die Tochter Israels, von zwei Engeln mit den zehn Geboten Gottes gefolgt, schreitet, indem sie, durch wilde Thicrc und Schlangen sich bahnbrechend, das Gift, das ihr im Wege liegt, vernichtet, dem Fortschritte und dem Frieden zu, nach welchen sie ihre Sehnsucht richtet. Eng schließen sich an den Fortschritt und an den Frieden di? Wahrheit, die Gerechtigkeit und die Brüderlichkeit._ Inhalt: Welche Einflüsse erschweren die Reformbervegung innerhalb des Judentums? Rede, gehalten von Felix Eoblenz. — Die Stellung der Frau bei den Juden, Vortrag, gehalten von Tr. Max Landsberg. — Skizzen zu einer Biographie des verewigten Bezirksrabbiners Dr. Elias Krünebaum in Landau (Pfalz). — Tie Sprüche der Väter und ihre historischen Beziehungen von Rabbiner Dr. Friedmann in Lublimtz. — Monatsschau. — Theater, Musik und bildende Kunst. Verantwortlicher Redakteur und Herausgeber Rabbiner Dr. Adolf Brüll; in Kommission für den Buchhandel bei Franz Benjamin Aussarty; Druck und Inserat-Annahme: H. L. Brönner'S Druckerei (F. W. Brcidenstein), sämtlich in Frankfurt am Main.

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