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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1894-02-01 · Heft 2 (1.2.1894) · p. Seite 48

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
14 (1894)
Issue
Heft 2 (1.2.1894)
Date
1894-02-01
Page
Seite 48 (sequence 24)
Language
German
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48 von Schriftversen zu. seinem Zwecke zeigt uns, daß das Werk in seiner äußeren Erscheinung sich als Midrasch repräsenlirt. Wenn der Vers. p. 18 angibt, daß ein Targum nichtaus Midraschim geschöpft haben kann, da dieselben nicht fixirt waren, so dürfte er selbst diesen Grund nicht ernst nehmen. Denn der Umstand daß die mündliche Ueberliefernng schriftlich nicht abgefaßt wurde beweist noch nicht, daß sie bei den Paraphrasen nicht angewendet werden konnte. Haben wir doch in der mündlichen Tradition deutliche Anzeichen dafür, daß Onketos im Sinne der Ueberliefernng übersetzt hat „al pi R. Elieser veal pi R Josua.“ Und wenn sich diese Stelle auch auf die griechische Paraphrase der hl. Schrift von Akylas bezieht, so steht die Thatsache doch fest, daß die verschiedenen Paraphrasen im Geiste der mündlichen Schriftdeutung entstanden sind, nnb daß sie aus derselben geschöpft haben. Hat nun der- Verfasser den Fehler begangen, das Targum-Scheni als Targum zu behandeln, so ist es nicht zu versieben, warum er es unterlassen hat, den Text desselben mit dem kritischen Apparate unterstützt widerzngeben. So wie das Werk vor uns liegt, sind es nur ck^.soota mombra, die auf unsere vollständige Anerkennung keinen Anspruch erheben können. Die per analogiam gebildete Benennung Targum rabbah ist, zumal die gleiche Benennung des Midrasch nur eine erkünstelte und noch immer nicht aufgekärte ist, eine sehr willkürliche und' durch nichts gerechtfertigt. Vor allem entbehren wir aber in dieser Arbeit jene Gründlichkeit und systematische Ordnung, die für die Publikationen auf dem Gebiete unserer theologischen Litteratur maßgebend war, und habeil dafür eine Unzahl Druckfehler, die bei einer gründlichen Korrektur leicht hätten vermieden werden können. Die Anwendung des Buches Hiob in der rabbinischen Agadah. I. Teil. Die Taunaitische Interpretation von Hillel bis Ehija nach Schulen geordnet von Dr. Herman Ezechiel Kaufmann, Frankfurt a. M., I. Kansfmann, 1893. — Ter Titel zeigt un* den Inhalt der Dissertation an. Auf den Arbeiten von Zunz, Frankel, Brüll, I. H. Weiß und hauptsächlich Bacher, hat der Vers, die in dem tanuaitischen Midraschim auf das Buch Hiob Bezug habende Stellen mit vielem Fleiße zusammengesetzt und sie nach Schulen geordnet. Es wäre aber besser gewesen und das Werk hätte einen größeren praktischen Wert wenn die Stellen nach der Ordnun^der Bibelverse angeführt wären. — Inhalt: Juden in arabischen Bolk^sagen. Vortrag von Rabbiner Tr. F. Lazarus. — Das Wort des Predigers, am Begräbnißtage Dr- Adolf Jellineks von Ludw- Aug. Frankl. — Leidensbrief, in drei Teilen, aus einem hebräischen Manuskripte überseht von dem fei. Rabbiner Tr. R. Brüll. — Siehe! die Kinder Israel hören nicht auf mich, wie sollte Pharao aus mich hören? Predigt von Dr. Vogelstein. — Monatsschau. — Theater, Musik und bildende Kunst. — Referate und Mitteilungen. Verantwortlicher Redakteur und Herausgeber Rabbiner I)i\ Adolf Brüll; in Kommission für den Buchhandel bei F ranz B e n j a m in A u f f ar t h; Truck und Inserat-Annahme: H. L. Brönner's Druckerei.(F. W. Breidenstein), sanitlich in Frankfurt am Main.

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