Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 14 (1894)
- Issue
- Heft 2 (1.2.1894)
- Date
- 1894-02-01
- Page
- Seite 40 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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40 lassen von dieser fronen Zuversicht, a(* wenn allch unser Herz warm schlicht für Gatt und seine Lehre, ats wenn mir Sorge tragen, daß auch in unseren Kindern der Gedanke keime und feste Wurzel schlage, daß die Erde Gottes ist, daß sie dem Guterl, der Tugend, der reinen Menschlichkeit gehöre, nicht aber ein Tummelplatz sein soll für das Bose und die niederen Leidenschaften. Wie lange es noch dauern wird, bis das Judentum den Mächtigen der Erde Achtung und Anerkennung abgewinneu wird — wir tonnen es nicht bestimmen, aber kommen-wird die Zeit-sicherlich, dasür bürgt die innere Wahrheit unserer Religion, dasür bürgt der Gottesgeist, der ans uns ruht. Doch dazu können und wollen wir beitragen, daß die Vorkämpfer und Lehrer des Judentums fürderhin nicht mehr »den Klageruf auszustoßen haben: „Siehe! Tie Kinder Israel hören nicht ans midi, wie sollte Pharao auf mich hören >" Denn dazu braucht es -keiner großen Spfer, dazu braucht-es nur klare Erkenntnis und edles Empfinden. Möge beides uns be-schiedeu sein, möge unser Streben, in den Besitz dieser hohen Güter zu gelangen, uns erleichtert werden durch die Erinnerung an ben verewigten Ahron, dessen Hintritt wir beklagen, möge unser Streben von Erfolg gekrönt sein, durch den Beistand des Allmächtigen und Allweisen, der seinem Volke sich nie entzogen, es nie hat verwaist sein lassen an großen Männern, und der auch uns den Pfad erhellen wolle durch das Licht Seiner Gnade uub Barmherzigkeit. Amen. W 0 nat c, sch cr n. Am '46. Dezember v. I. fand in Hannover eine Eonfercnz von Delegirten der Vereine für jüdische -Geschichte und Litteratnr in Deutschland, deren es bereits an fünfzig gibt, statt- Es wurde nach dreistündiger Beratung über den vorgelegten Statuten-Entwurf ein Verband der Vereine für jüdische Geschichte und Litteratnr mit dem Sitze in Berlin eonstitnin. In den Vorstand wurden gewählt die Herren: Tr. Gustav Karpeles-Berliu zum 1. Vorsitzenden, Rabbiner Tr. Frank-Köln zum 2. Vorsitzenden, Tr. Hirsch Hildesheimer-Berlin zum Schriftführer, Julius Jsaac-Berlin zum Kassirer, Dr. med. Fink-Hamburg/ Dr. Adolf Brüll-Frankfurt a. M., Emil L. Meyer-Hannover, Rabbiner Dr. Roscnthal-Rogasen und S. Freund-Dortmund zu Beisitzern. — Das Enratorimn der Znnz-Stiftung in Berlin hat Subventionen bewilligt an die Herren: Tr. S. Fuchs, für dessen hebräische Monatsschrift „Hachocker": Tr. S. Back, für dessen Arbeit über Meir aus Rothenbürg und G. Dalmann, für dessen galiläisch-aramäische Grammatik. Auch beabsichtigt dasselbe anläßlich des hundertsten Geburtstages von Zunz im Jahre 1894 einen Aufruf um größere Geldmittel für die Stiftung zu erlassen. — Mall schreibt