Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 14 (1894)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1894)
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2969669-2969961-2969963--4064-2977159- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
20 Heater. Musik und bildende Kunst. Von Herrn Moritz Jaffe in Berlin ist eine neue Oper „Duchessa" am Alhambra-Theater in Mailand mit großem Erfolge gegeben iporden. Sie erlebte Eine zweite Oper Herr Ignaz Brüll, bereits am Sonntag den 5. November die elfte Aufführung, desselben Komponisten wird ebenfalls bereits vorbereitet, dessen herrliche Oper „Das goldene Kreuz" einen dauernden Platz in allen Opern Repertoirs errungen und dessen letzte Oper „Gringoir" allgemeinen Beifall fand, hat ein neues Opernwerk „Schach dein König" componirt, welches in München am 24. November zur Erstaufführnng gelangte. - Am Hoftheüter in Dresden gelangte jüngst Emil Elnar's Schauspiel: „die Schwestern," zur ersten Aufführung und fand eine sehr beifällige Aufnahme. — Dem Maler Max Fleischer, einem geborenen Breslauer, ist für sein Bild „Badende Kinder" das von seiner Ausstellung iin Lichtenbcrg'fchen Saale in Breslau auch dort bekannt sein dürfte, von den Preisrichtern der diesjährigen Kunstausstellung in London die goldene Medaille zuerkannt worden. Bon Herrn I. Lebovics, Cantor in Moor, ist erschienen: Synagogen-Gesänge 2 Kronen), sehr lobend für Chor, Orgel und Cantor-Solo. (Verlag des Verfassers, Preis Viele Fachmänner haben sich über die Compositionen des Verfassers ausgesprochen und sind dieselben in der That geeignet in weiteren Kreisen anliegend zu wirken. — In den festlich geschmückten Räumen der Philharmonie von Berlin fand am 18. November das Fest der „Hilfskasse für israelitische Kultusbeamte" unter überaus zahlreicher Beteiligung statt. Es waren Damen und Herren anwesend. Die Feier wurde durch ein Orgeldes Organisten der neuen Synagoge Franz Rokicki wirksam eröffnet; »crr Dr. Gustav K arpeles die Festrede. Hierauf begann das .Konzert, von ersten künstlerischen Kräften ansgeführt und mit jubelndem Beifall ausgenommen. Es genügt, die Namen der Königl. Kammersängerin Rosa Sucher, des Hofopernsüngers Julius Lieban, des Hofcellisten Heinrich Grünfeld, des Künstlerpaares Otto Sommerstorss und Theresina Gegner zu nennen. — Der junge Baritonist, Herr Szcngcry, ein Sohn des Wiener Obercantors Singer, zählt gegenwärtig zu den beliebtesten Mitgliedern des Theaters in Hamburg. Derselbe trat in den Oper» „Merlin," „Rusticana," „Fidelio," „Prophet" re. auf und erntete beim Publicum lote bei der Kritik lebhaften Beifall; wie wir hören, ist der junge Künstler für die Wagueraufführnngen int Monate Juni nach London enäagirt. — Das zweite Philharnionische Konzert in Berlin, das Herr Hermann Lcvi leitete, wurde mit Glucks Jphigenien-Ouvertüre eröffnet. — Bei der Versteigerung des Nachlasses eines jüdischen Philologen aus Brotdorf, die iu'Mcrzig nbgchalten ivnrdc, entdeckte man in einem verstaubten Oelgemälde, auf welches zuerst kein Gebot erfolgte, ein wertvolles Kunstwerk von der Hand van