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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1892-10-01 · Heft 10 (1.10.1892) · p. Seite 234

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
12 (1892)
Issue
Heft 10 (1.10.1892)
Date
1892-10-01
Page
Seite 234 (sequence 18)
Language
German
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234 ihrem Begräbnisse in Baden am 3. August gaben die Herrn Rabbiner Reich und Oberrabbiner Dr. Güdemann den Gefühlen der Trauer tiefempfundenen Ausdruck. Zahllose Kundgebungen der Teilnahme wurden der Familie von nahe und ferne zu Teil. — Herr Dr. Leo» Kardowirz, ei« Zögling der „Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums", ist einstimmig zum Rabbiner der israelitischen Kultusgemeinde in Mödling bei Wien gewählt worden. — Herr Dr.- §eo Strrnbach ist zum außerordentlichen Professor der klassischen Philologie an der Universität Krakau ernannt worden. — Herr Sigmund Krody in Budapest hat anläßlich der Feier seiner silbernen Hochzeit eine Stiftung von 100000 Gulden, als Pensipnsfonds für das Personal seiner Bnchdruckerei und Verlagsanstalt gestiftet und hat außerdem dem Vorstände der israelitischen Gemeinde 50000 Gulden übergeben zu einer Stiftung für israelitische Studierende. — Aus Wifcha« berichtet man, daß dort die Juden von czechischer Seite als deutsche Gewerbs- und Handelsleute viel zu leiden haben. Es werden Massenzüge von Slaven nach Wischau veranstaltet, wodurch die antisemitischen Tendenzen zur praktischen Geltung gelangen sollen. — Am 15. August beging Herr Kirsch Kuffnrr in Lundenburg seinen siebzigste» Geburtstag und zugleich sein fünfundzwanzigjähriges Jubiläum als Bürgermeister der Stadt. Der Jubilar spendete 10000 Gulden zum Besten des Kleingewerbes in Lundenburg und ließ an Arme der ganzen Umgegend nahmhasle Gaben verteilen. — Man berichtet uns aus Prag: Seine Excellenz der Herr Justizminister hat den k. k. Gerichtsadjunkten Dr. H. Goldmann zum Ratssekretär ernannt. — In Kolomea streiken seit dem 24. Juli mehrere hundert Eallisweber. Die Sozialdemokratie in Oesterreich und Deutschland sammelt zu Gunsten der Strikendcn. — Professor Kenrdikt aus Wien, welcher an den Sitzungen des in Moskau tagenden Antropologen-Congresses teilnahm, wurde zum Vice- Präsidenton dieses Congresses gewählt. — Herr Rabbiner Dr. K. Gppenheim aus Mißlitz ist zum Rabbiner der israelitischen Cultnsgemeinde in Glmiih gewählt worden. — Die „Karon-Kirsch-Stiftung" für Galizien wird im Laufe des nächsten Monats lehn einklassige Elementarschulen und sieben Abendschulen für Handwerkslehrlinge neu eröffnen. — Herr Oberlehrer M. Steinschneider in Garnopol hat der Gemeinde daselbst 22000 fl. ö. W. zu wohlthätigen Stiftungen überwiesen. -f Unter den voin Professoren - Kollegium der Akademie der bildenden Künste inj Wien an Akademiker zucrkanntcn Preisen befinden sich unter Anderen Moritz Kochelcs (Wien) für den Grundl-Preis für Naturköpfe; Iehnda Eppstein aus Minik in Rußland, Spezial-Preis für Histvrien-Maler.ei; Friedrich Fischer Hofpreis I. Klasse für die beste Lösung der Aufgabe auf „Ein Wiedersehen"; Ad. Schals für ein Reise-Stipendium; Friedrich Krenner (Wien), Julius Iankowih (Budapest), beide fiir Spezialschul-Preise für höhere Bildhauerei und Kudolf Kattrk (Wien) Hpezial-Preis für Graveur- und Medaillenkunst. — Die israelitische Religionsäemeinde in Budapest hat zu ihrem Hilfsseelsorger und Religionslehrer den Rabbiner und Prediger Herr Dr. Julius Weißburg bestellt. — Auf der diesjährigen Versammlung des dentsch-österrrichischrn tehrerbnndes in Linz forderte Herr Bürjgerschullehrer Jordan seine College» auf, jederzeit^ an den Prinzipien wahrer Menschenliebe festzuhalten und jenen den Rücken zu kehren, die den Lehrer als Werkzeug ihrer dem Racen- und Klassenhasse dienenden zersetzenden- Thätigkeitj mißbrauchen wollen. — In Leipnik wurde Herr Dr. Kille! zum Rabbiner j gewählt. — Der Hofantiquar Herr Albert Pollak in Salzburg ist namens der israelitischen Glaubensgenossen des Kronlandes Salzburg bei der Bezirkshastptmannschaft um die Beivilligiing zur Anlage eines israelitischen Fried»

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