Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 12 (1892)
- Issue
- Heft 9 (1.9.1892)
- Date
- 1892-09-01
- Page
- Seite 216 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2969669-2969947-2969957--3644-2977040- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
216 bei Casnalrede!» gesündigt wird, n»d mit großer Gewandheit, die dem Redner durch die Übung geworden, seine Stoffe »instergillig behandelt. Die Gast- und Antrittspredigt Maybaums in Berlin zeigt, daß der Redner mit Begabung und Gesinuungstüchtigkeit ausgerüstet, sein verantwortliches Amt übernahm. Praktisch im Amte stehende Thehlogen können daraus mit vielem Nutzen lerne», welchen Ton man bei Casnalrede» anzuschlagen hat. Wir sehe» der Fortsetzung der Predigten von Dr. Maybaum im Interesse der jüngeren Theologen, denen es an gediegenen anregenden Mnsterrede» fehlt, mit Vergnügen entgegen und verdient der Verlag des Bibliographischen Bnreans besonderen Dank für die herrliche Ausstattung. — Gesammelte Schriften von Ludwig Philippson. Heransgegebcn von Dr. W. Philippson. Lieferung 13—24. (Breslau, Schlesische Buchdruckerei, Kunst- und Verlags-Anstalt, vorm. S. Schottlaender.) Zu den Schriftsteller», die viel zu wenig gelesen und gewürdigt werden, und es doch verdiene», der großen Masse des deütjckun Volkes vertraut zu sein, gehört auch Ludwig Philippson. Das empfindet man lebhaft bei der Lektüre seines historischen Romans „Sepphoris und Rom", Hesse» Fortsetzung die vorliegenden Lieferungen der „Gesammelten Schriften", eüthalten. Der Roman spielt im vierten Jahrhundert und erweckt ebensowohl durch die anschauliche Schilderung der geschichtlichen Ereignisse und der Denkweise und lLebensverhältnisse einer weit zurückliegenden Epoche, wie durch die Gestaltung imb Entwicklung der Charaktere und die spannende Fabel das Interesse des Lesers. Ferner enthalten die vorliegenden Lieferungen, zwei historische Novellen: „Mariamue, die letzte Hasmonäerin", welche denselben tragischen Stoff behandelt tvie Hebbels Drama „Herodes und Märiamne", und „Hispania und Jerusalem", welche im zwölften Jahrhundert spielt. In beiden Novellen ist das historische Colorit meisterhaft getroffen; die Gestalten sind mit sicherer Hand gezeichnet, die Handlung vortrefflich im Aufbau und in hohem Grade spannend. Ferner drei Erzählungen: „Fordernis und Hemmnis," „Die Gegensätze," „Erzählungeneines Großvaters," die den Beweis liefern, daß Philippson nicht nur die Ereignisse und Gestalten längst vergangener Zeiten in voller Kraft und Lebensfüllei uns vor flicte der Gegenwart zu im Stande ist. Augen zu führen weiß, sonder», daß er auch die Conbegreifen und in dichterischen Gebilden zu verkörpern Inhalt: Ein ^nndschreivcn des Wiener Cnllus-Vorslandes. — Briefe an einen Freund. Bon Emil Lehmann. — Warte zur Erinnerung an Prof. Dr. H. Grap. Gesprochen in der Synagoge zn K. . n von Dr. L.— Die Ausbreitung Wahl und Amtsantritt eines Frankfurter Rabbiners. Nach Die Wohlthätigkeit der Inden. des Judentums, verbürgter Quel e erzählt von Ad. Gestetner. Von I. M. ftr eg. — Monatsjchau. — Referate und Mitteilungen. — Beilage. Verantwortlicher Redakteur Buchhandel bei Franz Ben (F. W. B md Herausgeber Di-. Adolf Brüll; in Komission für den amin Anffarth: Druck von H. L Brönner's Druckerei eidenslein), sämtlich in Frankfurt am Main.