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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1892-07-01 · Heft 7 (1.7.1892) · p. Seite 168

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
12 (1892)
Issue
Heft 7 (1.7.1892)
Date
1892-07-01
Page
Seite 168 (sequence 24)
Language
German
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zu Hause ist, wo die Gelegenheit zu modernem Forschen eine sehr geringe ist. Die Arbeit zerfällt in 2 ungleichwertige Hälften. Der 1. Teil u. d. T: Ohole Schem „Zelte Sems" behandelt Personen und Ortsnamen die in den heiligen Schriften erwähnt werden. Es ist diese Arbeit trotz der Concordanz an biblischen Eigennamen eine wertvolle zu nehmen, weil zahlreiche Erklärungen, ja nianche Schwierigkeiten durch die umfassende Belesenheit des Autors in der biblischen und talmudischen Litteratur gelöst werden. Hingegen ist der 2. Teil der Erörterung einer rein acadeinischen Frage u. z. ob die Israeliten nach Aegypten zurückkehren dürfen, gewidmet. Böhmisch-jüdischer Kalei der für das Jahr 1892. Enthält außer den üblichen Kalenderbeilagen u. a. eine B'vgraphie des Prager Rabbiner Dr. PH. Bondy, der zuerst in der Prager Römischen Synagoge an den hohen Feiertagen böhmisch^ Predigten gehalten; Motive aus Jehuda halevi von dem brdeutensten böhmischen Dichter der Gegenwart (Jaroslav Vrchlicky), Beiträge zur Geschichte der Cultusgemeinde Jungbunzlau von Dr. M. Grünwald, und Venekis interessante Arbeit, die ältesten historischen Lieder und Sprüche der Ebräer; der Kalender für das Jahr 1890 enthielt abermals unter den Titel Mussaph die poetische Bearbeitung des Gebetes: Unsane tokepli, und die Geschichte des Rabbi Ammon aus Mainz in der üblichen sagenhaften Form vorgetragen von I. Vrchlicky und einen Beitrag zur Geschichte der Juden i» Prag von Dr. M. Grünewald. —Aus den Motiven Vrchlickys sei der Reihe nach das Letzte hier wieder gegeben: Wer der Zeit dient ist ein Knecht, AVer Gott dient, kennet keinen Schmerz Ein jeder wähle wie er will, I ch Hab' in Gott meinen Schild schon lang gefunden. — Predigten aus dem Nachlasse von Dr. M. Jo öl, Rabbiner der isr- Gemeinde zu Breslau. Herausgegeben von D- A. Eckstein Rabbiner in Bamberg und Dr. O. Ziemlich Rabbiner in Nürnberg. Band I Festpredigten Breslau 1892. Schlesische Buchdruckerei Kunst- und Verlagsanstalt. XVII und 810 Seiten. Wer, wie der verewigte Dr. M. Joöl Jahrzehnte hindurch Lehrer der Homiletik und Prediger einer Großgemeinde wie Breslau ist, und überdies gleich hervorragend an Wissen und Gemüth war, bedarf keines besonderen Lobes. Die Predigten sind ihres Verfassers, der ein ernster Denker und überzeugungstreuer Jude war, würdig und werden sicherlich von seinen zahlreichen Schülern unb Verehrern mit Nutzen gelesen und von denen, die den Verewigten bisher nicht gekannt, mit Verehrung gelesen werden. Jungbunzlau den 4. Juni 1892. Dr. M. Grünwald, Rabbiner. Inhalt: Gesetz und Recht. Die Bedeutung des Religionsunterrichtes. Predigt, gehalten am siebenten Pcßachtage von Dr. Bogclstein in Stettin. — Brief an einen Freund. Von Emil Lehmann. — Die Juden in Galizien. Eine Studie von Franz Rchor. 'Aus dem Böhmischen in's Deutsche übertragen und mit Anmerkungen versehen von Dr. M. Grüuwald in Jungbunzlau. Fortsetzung. — MonatSschau. — Referate und Mitteilungen. Verantwortlicher Redakteur und Herausgeber vr. Adolf Brüll; in Komission für den Buchhandel bei Franz Benjamin Auffarth; Druck von H. L. Brönner's Druckerei (F. SB. Breidenstein), sämtlich in Frankfurt am Main.

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