Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 12 (1892)
- Issue
- Heft 5 (1.5.1892)
- Date
- 1892-05-01
- Page
- Seite 120 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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] 20 verursachte» Einnahmenrückgang her'iihrt. Auch andere größere Städte Rußlands werden in Folge der Judenauswcisungeu beträchtliche Einbußen in ihren Einnahincn su erleiden haben. — Ans Eonftantinoprl berichtet man: Herr Dr. Wrnesch Key ist zum Oberst und Major Aloise Drlmedigo zum Oberstlientenant der kaiserlichen Marine befördert worden. — Die jüdisch-historische Gesellschaft/in Adrianopel hat den Obe»-Rabbiner; Herr Abraham Danon, den gelehrtesten Rabbiner der Türkei, zu iljrem Präsidenten ernannt. — Herr Rabbiner Kosenau, ein Zögling des Hebrew Union College, seit drei Jahren^Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Omaha wurde einstimmig von der Ohob Schalom Gemeinde in Baltimore als Adjunkt-Rabbiner neben Herrn Dr. Benjamin Szold erwählt. — Dep bekannte Impresario StraKosth ist in Drw-Nork gestorben. (Nicht zu verwechseln mit seinem Bruder, dem Rezitator Strakosch.) — I» Utw-Dorli feuerte ein russischer Flüchtling, Namens WrffachKi, welcher wahrscheinlich an Irrsinn leidet, einen Revolverschuß auf de» Rabbiner der Synagoge a» der Ecke der 19. Straße und 5. Avenue Henry Wende;, ab. Der Rabbiner kehrte von dem Gottesdienst heim und wollte gerade in sein Haus gehen, als Messachki auf ihn zutrat und mit Ungestüm 100 Dollar forderte. Der Rabbiner, welcher seinen russischen Glanbensgenossen schon des Oefteren unterstützt hatte, erklärte, daß er ihm diese Lumme nicht geben chiine. Hieraus zog Messachki einen Revolver. Der Geistliche wurde in der Magengegend verwundet, doch ist die Verletzung nicht lebensgefährlich. — In erscheint seit einiger Zeit eine landwirtschaftliche Zeitung für die jüdischen Kolonisten, dieselbe führt den Titel: „Der jüdische Farmer". — Die „Eisenbahn-Zeitung" schreibt über die Gttomanisthe Eisenbahn-Gesellschaft Jaffa-Jerusalem: Obige Gesellschaft hat mit 15. Dezember 1891 18,000 Ttück 5proc. Obligationen zu 500 Francs, welche 25 Francs Interessen abwerfen und nach 68 Jahren ul pari eingezogen werden, ausgegeben. Die genannte Gesellschaft hat sich im! Dezember 1889 unter dem Namen „Societe du chemin de der ottoman de Jaftajä Jerusalem et prolongements“ eonstituirt. Der bezügliche Ferman enthält definitiv die Linie Jaffa-Jerusalem und bedingungsweise die Concessiou für die Abzweigung nach Nablous (Sichem) Damascns und nach Gaza (Port Said). In Port Said gelangt die Bahn zum Suez-Canal und schließt dort an dafi für de» Welthandel so bedeutsame Unternehmen an, während andererseits der Anschluß au Damascus und die projectirte Euphratthalbahn dieses Netz zum rhichtigsten Knotenplinkte für die Verbindung dreier Weltteile auf den uralten Hahdelswege» machen würde. Die Dauer der Concessiou erstreckt sich aus 71 Jahre und beträgt die Länge der Linie Jaffa- Jerusalem 87.5 Kilometer. Die Gesellschaft, welche ihren Sitz in Paris hat, hat sich mit vier Millionen Francs begründet. Inhal: lieber die Stellung einiger' neuerer Philosophen zum Judentum. Vortrag, gehalten von Tr. M. Steckelmacher, Stadt- und Lonferenz-Rabbincr in Mannheim - Aus der Vergangenheit für die Gegenwart von Dr. M. Defsauer, Herzoglicher Landrabbiner, Meiningen. — Das heilige Lacken. Ansprache, gehalten von Oberrabbiner Dr. M-Güdemann — Die Orthodoxie in Ungarn. —Monatsschau. Verantwortlicher Redakteur und Herausgeber Dr. Adolf Brüll; in Komission für den Buchhandel bei Franz Benjamin Auffarth; Druck von H. L- Brönner's Druckerei (F- P- Breidenstein), sämtlich in Frankfurt am Main.