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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1892-02-01 · Heft 2 (1.2.1892) · p. Seite 43

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
12 (1892)
Issue
Heft 2 (1.2.1892)
Date
1892-02-01
Page
Seite 43 (sequence 19)
Language
German
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großer Forscher und Deuker dem Judentum Liebe und Treue bewahrte und der jüdischen Gemeinde in Brünn seine Kenntnisse und seine Umsicht widmete. Am Grabe sprachen noch einige andere hervorragende Männer. — Herr S. Menkes in Lemberg, der im 58. Lebensjahre verstarb, hat nebst anderen Stiftungen für wohlthätige Zwecke 20,000 fl. ö. W. als Heiratsausstaitnngsfond für arme Mädchen bestimmt. — Am 8. November starb in Wien Herr Lernhard Pollak jtut. Er war der Mitbegründer des „Beth-ha-Midrasch" daselbst, welcher Anstalt er auch eine Bibliothek spendete. Herr Leetor Friedmann widmete dem edlen Heimgegangenen am 17. November im „Beth-ha-Midrasch" einen wohlverdienten Nachruf. — Am 15. November starb in Altosrn Herr Rabbiner IsaK Hudaspitz im Alter von 77 Jahren. — In ötnhlwrißenburg starb Herr David Läufer im Alter von 112 Jahren. — Der Prediger Wannheimer-Perrin in Wien hat bei Gelegenheit des diesjährigen Geburtstages seines Begründers am 17. Oktober d. I. 1700 Gulden vertheilt. Es wurden 6 Rabbiner, 10 Rabbinerwittiven, 16 Lehrer und 18 Lehrerivitltven bedacht. — Ter bekannte Eoinpositeur Herr Ignaz Driill in Wien hat eine neue Oper rowponiert, die den Titel „Gringoir" führt. Das Libretto hat Herr Victor Leon geliefert. Bon fachmännischer Seite wird der neuen Oper Brüll's ein gutes Prognostikon gestellt und dafür gehalten, daß dieselbe eine» noch durchschlagenderen Erfolg als dessen erste Oper „Das goldene Kreuz", erzielen werde. Die ersten Opernbühnen des Eontinents finden sich unter den Bewerbern um das Aufführungsrecht. — Am 1>. November starb Herr Dr. Ignatz Sirschlrr, der ehemalige Präsident des u»g.-isr. Kongresses, der als erster Jude vor etwa 5 Jahren als Vertreter der Wissenschaft vom Kaiser zum Mitgliede des Magnätenhauses ernannt wurde. Er war als Mensch und Arzt hochgeehrt; im Jahre 1878 war ihm von Sr. Majestät der Orden der eisernen Krone III. Klasse verliehen worden. — Man schreibt uns: Ai» 10. November starb in Hudaprlt der als hebr. Schriftsteller und Uebersetzer rühnilichst bekannte Herr Simon Sacher, Vater des Prof. Dr- Wilh. Bacher. Er hatte Lessing's „Nathan den Weisen" und einige Philippson'sche Dramen ins Hebräische übersetzt. Er starb im 68. Lebensjahre. — Am 2. November wurde in Neutra die Israelitische Volksküche in Ainvesenheit der Komiteemitglieder und zahlreicher Gaste eröffnet. — Wie uns berichtet wird, geht Herr Saron Woritz v. Kirsch mit dem Gedanken um, einen General-Kongreß für die verfolgten russischen Juden einzuberufen. — In Druprft wurde Herr Jakob Kochbaum mit großer Majorität zum Ortsrichter gewählt. — In Drohobyrz starb Herr Samuel Abel Appel, ein Mann von reicher Begabung, großen Talenten und edlem Herzen. — In Krszthrly starb Herr Rabbiner Salomon Kohn. — Bei der Kultusgenieinde in Graz ist eine Erweiterung bevorstehend, und zwar vollzieht sich dieselbe a»f Kosten der Triester Kultusgenieinde, welche demgemäß eine Reduzirung erfährt. Die Israeliten Krains nämlich, welche bis jetzt zur Kultusgemeinde i» Triest gehörten, haben an die Grazer Kultusgemeinde das Ersuchen gestellt, derselben lin Sinne des Gesetzes vom 21. März 1890 zugewiesen zu werden. Aus verschiedene» Gründen wollen dieselben ans dem Verbände der Triester KultuSgeineinde scheiden und der in Graz angehören, worauf dieselbe auch bedingungsweise einzugehen geneigt ist. Demgemäß wird mm die Kultusgenieinde in Graz, nach dem Gesetze vom 21. Mürz 1890, auch aus den im Weichbilde der Stadt Graz wohnhaften Angehörigen und aus den in Steiermark, Kärnten und Krain domicilirenden Zugewiejenen bestehen. — Die Wittwe des gefeierten Staatsmannes Grafen Julius Andrally in Hndaprst hat der jüdischen Gemcinde in M.-Ludüs 4*

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