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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1892-02-01 · Heft 2 (1.2.1892) · p. Seite 42

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
12 (1892)
Issue
Heft 2 (1.2.1892)
Date
1892-02-01
Page
Seite 42 (sequence 18)
Language
German
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42 unseres christlichen Volksthums, die eines reinen und edlen Kampfes wert sind, noch mehr zu schädige:!, lehnen jede Gemeinjcuiifeit mit derselben ab und sprechen das Vertrauen aus, daß auch unsere christliche Mitbürger, einschließlich der Geschäftsleute, mit solchen Waffen nichts zu thnn haben^wollen." — Das Kuratorium der Zunz-Stiftung in Üerlin hat in seiner Sitzung vom 15. December folgende Beschlüsse gefaßt: Mit der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums wird die Aufbewahrung des Zunz-Nächtasses und dessen Benützung in ihren Räumen verejnbart. Die Briefe an Zunz werden katalogisiert. Der Beirat wird ersucht, geeignete Kräfte zur Herstellung einer Zunz-Biographie bis zu Zunz hundertjährigen! Geburtstage vorzuschlagen. > Znnz „Gottesdienstliche Vorträge", 2. Auflage, bearbeitet von it. ßriiil, Vorrede von Steinschneider, liegen vor. Der Verleger wird ausgefordert, in Zeitschriften um Nachträge behufs Herstellung eines Supplement-Bandes zu bitjten. — In Üerlin hielt Herr Prof. 2h. Steinthal einen Vortrag über das Thema: „der Inden tägliches Gebet." — Der Kaiser hat dem mit dem Titel und Charakter eines Regierungsrates bekleideten Oberinspektor'der General-Inspektion der österreichischen Eisenbahnen, Herrn Gustav Ritter von Hninebanm in Wien, den Titel und Charakter eines Hofrates verliehen. — Der Kaiser von Oesterreich hat fiir die Verloosung zum Bau einer polniseh-jüd. Synagoge in Wien den Hauptgewinn, bestehend aus einem kostbaren silbernen Kaffeeservice für 6 Personen, gespendet. — In Krernficr hat sich ein Verein zur Pflege der Geschichte der dortigen Gemeinde gebildet. — Nach Leva wurde Herr Dr. Jakob Liebermann als Rabbiner berufen. — Von Zecht-Kayserlings Handbuch der israelitischen Geschichte ist jüngst eine polnische Uebersetzung von Schuldirektor il Landes in Lemberg erschienen. — Aus Leichenberg wird uns berichtet: Die hiesige Knltnsgeineinde hat Herrn Dr. Emil Sofrnann aus Berlin mit Aeelamation znm Rabbiner gewühlt. Derselbe ist ein Jünger der Landesrabbinerschule in Budapest, ein Neffe des Rabbiners Dr. Alexander Kohut in NewZchork, des gelehrtes Verfassers des „Aruch" und anderer trefflicher Werke ynd des ausgezeichneten Berlin. Relchenberg ist eine rein deutsche Böhmens und die Gemeinde als solche, ist wohl wie auch durch ihre Intelligenz und Wir können es wohl ohne Ueberhebung saßen, daß unsere neue, mit riesigen! Kostenaufwande erbaute'Synagoge die allerschönste im ganzen Lande ist. Da wir in Herrn Dr. Hofinaun, der sich dnrm eine imposante Erscheinung, große Gelehrsamkeit, originelle Auffassung als Redner und Denker und eine seltene, faseinirende Beredtsanikeit auszeichnet, eine beneidenswerte Aguisition rnachten, so kann unsere geistig regsame und aufstrebende Gemeinde zuversichtlich einer schönen Zukunft ^ntgegensehen. — Man schreibt uns: In Liplö Sit. Wiklos (Nordungarn) starb jüngst hochbetagt die ^berrabbiners Wittwe Minna Simandl, Gattn! des als talmudsche Autorität berühmten R. Beer Simandl, Verfassers des Werkes „Minchath Am". Die Verehrte und Verklärte war eine Zierde rhres-Huufts und der Gemeinde, in welcher sie durch Frömmigkeit und Biederkeit hochgeachtet w!ar Am Sarge der Verblichenen sprachen der Ortsrabbiner, ihr Schwiegersohn, Rabbiner Elsaß aus Äosenberg und ihr Enkel, Rabbiner Dr. Kohlbach ansTemesvür Segen ih'.em Augedenken! — Am 14 November starb in Meran Herr Sanitätsrat Dr. Moritz Kuh aus Kriinn, geb. in Prag am 26. April 1817. Herr Landesrabbiner Tr. Plnlzrk entwarf m\ seiner Bahre ein ergreifendes Lebens- und Charakterbild des bedeutenden Arztes, der als chriftstellers Dr. Adolf Kohut in und nach Prag die größte Stadt durch ihre große Mitgliederznhl soihren Reichtum gleich hervorragend. Yl

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