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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1890-07-01 · Heft 7 (1.7.1890) · p. Seite 146

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
10 (1890)
Issue
Heft 7 (1.7.1890)
Date
1890-07-01
Page
Seite 146 (sequence 2)
Language
German
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UH eme Nr Anl e idec vt bud urd Erinnert diese unwillkürlich Bürgerrecht g thieren. — — Dieses der Sinn zur — den Geschchl Rießer bart, in folg seine Priester, des Neides, seinen Bau Religion ist eine Weile elendeste aller Gewinn, jedes bringenden ' einer jeden Ärijifi des Lebens, Religion in Entweihung die Thöre der Lebens. Die Konkurrenz n der Juden." Wir n>; und die unser wir Rießer's Einzelheiten die Fordernne könne, erst barmen der a vor der damcll er hier einen Juden schmäh t, Senate übergab zur Advokaturj wir einen st des mächtig und einflußreich den Juden gegenüber, sie zieht die Gebiet ihrer niedrigsten Absichten herab. Ohne Scheu vor der Heiligsten, hat sie den Glauben als Schildwache hingestellt vor Zünfte, vor die Eingänge zu jeder Laufbahn des bürgerlichen!?rage, ob die Religion länger als ein Mittel zur Beschränkung der rßbraucht werden soll, ist die einzige praktische Seite der Emanzipation Auge mit der ihm mal beizusteu^r deutsche Volk s Freiheit gegen Glaubenshaß Danke verpflicht' der Last des Darum steht höhere Pflicht innigere Bezieh Finsterniß am 146 — engherzige Furcht vor de n Schreckgespenst der Konkurrenz nicht Heine's Atta Troll: , Ja, sogar die Juden sollen — Volles gen — Und gesetzlich gleichgestellet sein — Allen anderen Säuger das Tanzen 'auf den Märkten — Sei den Juden nicht gestattet en »erneut, ich mach es — Im Interesse meiner Kunst. — Denn strengen Plastik der Bewegung fehlt — Jener Rasse, sie verdürben ack des Publikums."? spricht sich über den Geist, der sich in dieser Ausschließung offen- " c Weise aus: „Der Fanatismus war ein glühend Feuer, das wie seine Opfer verzehrte, jetzt ist es ausgebrannt zur kalten Kohle e ben einen wie das andere besudelt. Der Religionshaß hatte ben Tiefen der Gemüter und der Institutionen begründet; die us gewichen, aber die leeren Gerüste des Hasses stehen noch in dem verödeten Bau ist, niedrigen Nachtvögeln gleich, die Leivenschaften, die Mißgunst gegen jede fremde Kraft, jeden fremden fremde Wirken eingezvgen; ihr Losungswort ist: Tod jeder frucht- Itigkeit! Tod jedem nützlichen Streben; Tod der freien Entwickelung t! Jene neidische Gesinnung, machtlos in den übrigen Beziehungen ürden nun aber den Rahmen, in dem sich unsere Aufgabe bewegt :m Vortrage zugemessene Zeit weit überschreiten müssen, wollten litterarische Thätigkeit, so interessant diese auch ist, bis in ihre verfolgen, wie er hier für die Juden in Sachsen eintrat, energisch zurückweisend, sie müßten, bevor von Gleichstellung die Rede sein mud und Sabbat aufgeben, wie er dort in echt menschlichem Erm^n jüdischen Meßfremden sich annahm, denen man aus Furcht grassierenden Cholera den Aufenthalt in Leipzig untersagte, wie Pamphletisten abfertigt, der. indem er Börne angriff, in ihm den dort eine Denkschrift zu Gunsten der Juden in Hamburg dem in der er sich darauf beschränkt, Zulassung zum Handwerk und von demselben zu erbitten. Nur bei einem Schristchen wollen nblick verweilen, in dem er seinen deutschen Glaubensgenossen en Wärme eine Ehrenpflicht an's Herz legt, zu Lessing's Denkn gleichsam Steine herbeizutragen zu dem Ehrenmale, das das :inem großen Sohne setzen wollte. „Dem Streiter für Licht und F nsterniß und Knechtschaft, für Duldung und Menschenrecht gegen d Unterdrückung sind die", meint Rießer, „vor allen Andern zum e:, die am härtesten gelitten unter dem Joche des Unrechts, die gehässigen Vorurteils am längsten und schmerzlichsten erlagen, uns gegen Lessing ein Vorrecht des Dankes zu, liegt uns eine der Anerkennung und Verehrung ob. Aber eine noch nähere und iung ist es, die unser Herz bei seinem Namen bewegt. Wo die tiefsten war, da hat Lessing am hellsten und am glänzendsten die etgn im

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