Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 6 (1886)
- Issue
- Heft 11 (1.11.1886)
- Date
- 1886-11-01
- Page
- Seite 264 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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wachen und teilt uns den Namen eines ihrer Chefs mit, der zur Ueberwachung der den Israeliten aufgelegten FrohndieUste angestellt wMk: Er nannte sich Amcnaman". Die' Israeliten werden in demselben Apen (Hebräer) genannt (S. 237) und wird darin berichtet, daß sie für einen Sonnentempel,, den-Kamses II. im Süden von Memphis erbauen ließ, Steine fuhren (S. 241.) Nicht minder interessant ist der Hinweis auf die in einer ägyptischen Urkunde dargestellte Thatsache, daß dem ägyptischen Könige Mennephtah I.. unter wekchem Moser aus Midean zurückgekehrt war, noch bei Lebzeiten sein erstgeborener Sohn «starben ist, wie es 2. B- M. 11, 5 ihm angedroht war (S. 320). Die schon oft behandelten Fragen über! den Weg, auf dem die Israeliten von Aegypten nach der Wüste gezogen sind, über die Lage des Berges Sinai, über das Manna n. A> werden mit eingehender Gründlichkeit, durch welchWs dem Berfasstr ^ugt, manches Dunkel zu lichten, besprochen (S. 320—*466). Hier fand er auch den pafftuden Ort, den Einfluß ägyptischer Kultur auf Religion, Sitte, Knust und SPWe der Hebräer hinznweisen, wozu eben erst die neueren Entdeckungen reicheren Beleg» stoff darbieten. Der dritte Teil bildet zunächst insoferne die bortsetzuvaWr beiden vorangehenden Bände, als in demselben noch der Lehrbegnff des Pentateuchs dargcstellt wird (S. 1—157), nachdem früher zumeist die historffchen Partieen desselben in Betracht genommen wurden. Es ist dem Verfafferhier zumeist darum zu thün, gegenüber Angriffen, Bemängelungen und Mißverständnissen, welchen die pentateüchische Lehre ausgesetzt war, das Richtige festzusttKe«. Besonders wird in überzeugender Weise dargethan, daß der Glaube an dieMnsterblichkeit der Seele schon von alten Zeiten her in der jüdischen Religion heimisch war (S. 87—157). Bei der Darstellung der Geschichte Aal»as der RickUern» der MyWzeit bis zum Mde Kalomo's, die M -W zieht der Betfafser zumeist die Mitteilungen neuerer W, und geographische Forschungen, die über die biblische« Aufschluß gewähren, zu Rate. Wir erfahren hier Manches, wcKbiWknur^ einem kleinen Kreise von Fachgelehrten bekannt war. so z. B. über Dps von Guerin im Jahre 1863 entdeckte Grab Josuas, in welchem Abbe WWd ick Jahre 1870 noch viele zur Beschneidung verwendete steinerne MesMMWM, welche nach einer Angabe im griechischen Bibeltexte in jenes Grab HWMW wurden, oder über mit Schriftzeichen versehene Steine des salonnmifkWWÄGÄ-, die im Jahre 1868 anfgefunden wurden (S. 418—424) u. dgl. MWhe der vom Verf. acceptierten Resultate der assyriologischen Forschung, die er WEN Annahmen und Urteilen zu Grunde legt, mögen durch weitere ilntersuchungeN schon wieder umgestoßen worden sein, da die Erkenntniß auf diesem Gebiete überhaupt noch ziemlich unsicher ist, indes ist sein Werk dennoch als eine wahre FuudNuve biblischer Altertumskunde anzusehen. Auch thut es dem Werte der rM gefälligen und sauberen deutschen Uebersetzung des -DuWststM OrigilMkwerks keinen Eintrag, wenn hie und cha Jnkorrettheiten urch Druckfehler, die niemals völlig vermieden werden können, eine Verbesserungwünschenswert Machst. Inhalt: I M. Jost und seine Freujtde. - Lilith. Bon Adolf «aldaner. - Ei» BW Meyerbeers vom 18. März 1841 an den General-AntendaUtt» Herrn von Lütücha». --ch. Die sociale Frage im Zudentmne. Bon vr. Adolf llkurrein, RabKuer *. tf ' in Bielitz. (Fortschung.) - Monatsschau. - Mitteilungen. — Sttfrratr^l Verantwortlicher Redakteur und Herausgeber vr. Adolj Buchhandel bei Franz Benjamin Au^tzeN^h; Dr (F. W. Breidenstein), sämtuch in' Brüll; in Komm von H. L. Brün« " am Mai«.