Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 21 (1901)
- Issue
- Heft 8 (1.8.1901)
- Date
- 1901-08-01
- Page
- Seite 187 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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187 Herrn Maximilian Heymann, Berlin NW., Ronnstraße 9, wenden, so weit der Vorrath reicht, zu dem ermäßigten Preise von Mk. 1,00 incl. Porto zu überlassen. — Bei der diesjährigen Versammlung der Goethe-Gesellschaft zu Weimar, am 31. Mai und 1. Juni, hielt den Festvortrag Professor Dr. Richard M. Meyer aus Berlin über „Goethe als Psycholog." Professor Meyer gehört fraglos zu den bedeutendsten Litterarhistorikern Deutschlands; insbesondere steht er als Goetheforscher in erster Reihe. — Der Oberregierungsrath Dr. Weyer von der Eisenbahndirektion Elberfeld ist zum Mitglied der Kgl. Eisenbahndirektion zu Frankfurt a. M. ernannt worden. — In Granden; hat Herr Rabbiner Dr. Levy, bisher Großherzoglicher Landäbbiner in Birkenfeld, sein Amt angetreten. — Die Israelitische Kinderheilstatte in Sad Uauheim., bereit Vorstand seinen Sitz in Frankfurt a. M. hat, behandelt 109 Mädchen und 92 Knaben. Erwähnenswerth ist, daß die Zahl der herzleidenden Kinder gegen früher sich sehr vermehrt hat. — In Koburg ist vor Kurzem der Geh. Commerzienrath Jakob Freiher von Mayer, der Chef des großen Getreide-Exportgeschäftes, gestorben. Gr war intimer Freund und finanzieller Berather des 1893 verstorbenen Herzogs Ernst II. von Sachsen-Koburg-Gotha. — Schon lange hat das Israelitische Asyl fiir Kranke und Altersschwache in Köln, wegen des starken Zuspruchs von Kranken aus allen Bevölkerungsschichten und wegen seiner beengten Räumlichkeiten das Bedürfnis nach einem vollständigen Neubau an anderer Stelle empfunden. Durch die hochherzige Schenkung des Sir Ernst Cassel in London, eines geborenen Kölners, welcher der Anstalt zum ehrenden Andenken an seine verstorbenen Lehrherren, die Herren Louis, Jacob Löb und Julius Eltzbach, Mitstifter des Hauses, eine Summe von rund Mk. 270,000 überwiesen hat, kann der Plan jetzt in Angriff genommen werden, und wird unter thatkräftiger Mithülfe begüterter Mitbürger hoffentlich bald zur Ausführuug gelangen. — In Schwerin beging Herr Dr. Feilchenfeld das fünfundzwanzigjährige Amtsjubiläum als Mecklenburgischer Landesrabbiner. Die Gemeinden sammelten größere Beiträge für eine „Dr. Feilchenfeld-Stiftung", welche deu ärmeren Gemeinden des Landrabbinats Unterstützungen zur Besoldung ihrer Lehrer gewährt. Se. Königl. j Hoheit der Großherzog hatte Herrn Dr. Feilchenfeld in huldvoller Audienz 1 empfangen. — In Wien starb der Maler Daniel Israel im 43. Lebens-, jahre. Er hatte über 20 Jahre in München gelebt und gearbeitet. Seine Bilder zeugten von einer stark ausgeprägten Individualität. Sie fanden sich auf allen ' Ausstellungen der letzten 15 Jahre und bestachen durch die peinliche Sorgfalt der ,; Ausführung. Seine Motive waren alle dem Oriente entnommen, und seine Genrebilder, die auch in zahlreichen Reproduktionen ihren Weg in alle belletristisch illustriri ten Blätter fanden, wurden ziemlich theuer bezahlt. Der größte Theil seiner Werke ging nach England. — Die antisemitischen Zeitungen verbreiten mit Behagen einen \ Bericht über das Verhalten eines jüdischen Anwallsgehilfen in Andaprll, der sich weigerte zu verhandeln, so lange nicht das zu Eideszwecken bestimmte Kreuz vom