Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 21 (1901)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1901)
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 24)
- Language
- German
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ifetc die Mendelssohn'sche Bibelübersetzung als den Ausgangspunkt der Reform. i genaue Kenntnis der deutschen Sprache, in der wir fühlen und denken, habe Anfang an die Reform begünstigt und sie sei das Fundament einer gelästerten Mn Weltanschauung geworden. Jene ortodoxen Heißsporne, die Strenggläu- /hätten kaum die Reform aufhalten können, trotzdem sie sehr oft den Versuch ^Machten, diese gewaltsam zu unterdrücken, wie sie z. B. 1823 in Berlin sogar eStäatsgewalt dazu veranlaßt hätten, den Reformtempel mit deutschen Gebeten W.Orgelklang gewaltsam zu schließen, da sie Vorgaben, Orgel, Predigt und deutsche :fe' feien christliche Einrichtungen. Noch vor wenigen Jahren habe die Ortodoxie Een neuen Ansturm gegen die Reform unternommen, indem sie das Vogelstein'sche ich für unjüdisch erklärte. Eine geistige Bewegung aber, wie die Reform li, ließe sich nicht unterdrücken. Die Reform sei nicht deshalb aufgekommen, um fe Gunst der Christenheit zu erwerben, ein gehässiger Vorwurf, den die Ortodoxie rtbet gegen sie schleudere; sie nehme sich vielmehr der Tausende an, die in §tzbifferentismus verharren und in althergebrachter Weise ihrem religiösen Gefühl Dy Ausdruck verleihen könnten. Das Judentum sammt dem Talmud sei eine Mwähreiide Entwicklung und indem die Reform an den Grundwahrheiten des Mntums festhalte, passe sie nur die äußere Form den Zeitverhältnissen an. ' Es ein charakteristisches Zeichen, daß von einem praktischen Manne, nicht von einem ^N die Reform ausgegangen sei, deshalb sei es auch heute die Aufgabe des )MMifchen Mannes und nicht des Theologen für die Grundsätze der Reform einzu- Weten. Wenn irgendwo dies Sprichwort zutreffe: „Was Du ererbt von Deinen Pätgr» hast, erwirb es, um es zu besitzen", so sei dies in erster Linie.auf die ^Reform" anzuwenden, uni unseren Kindern die wahre jüdische Lebensanschauung vererben." halt: Macaulay's Rede für die Emancipation der Juden. — „Pia Desideria“. — Moritz . s * Rosenhaupt — Kardinal Rampolla über den Ort des Martyriums und das Grab der Makkabäer. — Mozart und die Gesetzgebung in Bezug auf die Judentaufen. — / Salomon, Munk. — Monatsschau. Werantwortlicher Redakteur und Herausgeber vr. Adolf Brüll; in Kommission für den Buch, jchel bei Franz Benjamin Ausfarth; Druck und Inserat-Annahme: H. L. Brönner's Druckerei (F. W. Breidenstein), sämtlich in Frankfurt am Main.