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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1901-01-01 · Heft 1 (1.1.1901) · p. Seite 2

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
21 (1901)
Issue
Heft 1 (1.1.1901)
Date
1901-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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H^eigeS Maeaulay geben, dessen Perioden wie Keulenschläge dröhnen, aber die scharfe AlOW der Beweisführung, den Reichtum an Gedanken und treffenden Bildern und A vor Allem die Begeisterung für Gerechtigkeit und Wahrheit wird man auch in der Übertragung bewundern. Eine Sache muß gut sein, wenn sie einen Anwalt wie zu einem solchen oratorischen Meisterwerk Hinreißen konnte. Am 17. April 1833 bildete das Unterhaus ein Comite, um über die politischen der Juden zu beschließen. Warburton wurde zum Präsidenten erwählt. D- Oobert Grant stellte 'folgenden Antrag: %/. . „Das Haus sei der Meinung, es sei ersprießlich, alle Hindernisse, welche - »öch den zur jüdischen Religion gehörigen Unterthanen Ihrer Majestät zur Aus- Eichung der politischen Rechte im Wege stehen, hinwegzuräumen und nur die Bef schränkungen bestehen zu lassen, welchen die zur katholischen Religion sich bekennenden - Unterthanen Ihrer Majestät unterworfen sind." L Der Antrag ging ohne Abstimmung durch, aber erst nach einer hitzigen ^Debatte, im Läufe welcher Maeaulay folgende Rede hielt: i* . . „Mir, und wahrscheinlich auch meinein ehrenwerten Freunde, dem Mitglied Oxford, ist noch im Gedächtnis, daß, als dieser Gegenstand vor drei Jahren E'Meutiert wurde, jemand, den wir beide schätzten und wir beide bedauern, bemerkte, ^hi« Sache der Juden sei so gut, daß sie für ihre Verteidiger eine große Schivierigkeit hiete, denn es sei kaum möglich, für sie zu sprechen, ohne die Zuhörer zu ermüden, Fmdem man Wahrheiten wiederholt, die niemand bestreitet. Wenn Sir James' Mackinthosh diese Schwierigkeit so' lebhaft empfand, als die Frage zum ersten pfcfafc' in diesem Hause besprochen wurde, so kann ich noch viel weniger hoffen, ^Argumente vorzubringen, welche irgend einen Anspruch auf Originalität haben. Mein ehrenwerter Freund, das Mitglied für Oxford» begann damit, daß er «de Absicht, die religiöse Freiheit in Frage zu stellen, von sich wies. Er verabheut jede Verfolgung, d. h. Verfolgung, wie er sie destniert. Seiner Meinung Hlach ist es Verfolgung, einen Juden zu hängen, zu schinden, ihm die Zähne auszn. ^Dhen, ihn mit Gefängnis- oder Geldstrafe zu belegen; denn jeder friedliche Mensch 1'Hät das Recht, in Leben, Eigentum und Freiheit geschützt zu werden. Aber, sagt Dchem ehrenwerter Freund, es ist nicht Verfolgung, ein Individuum oder eine Klasse ^Mv öffentlichen Ämtern auszuschließen, denn niemand hat ein bestimmtes Recht auf 'jem Amt; in jedem Land wird die Ernennung zu Ämtern solchen Beschränkungen Unterworfen, welche die Regierung für notwendig hält und niemand hat Grund, sMche Beschränkungen ungerecht zu finden. Wer ein' Amt erhält, dem wird es nicht DH etwas gegeben, worauf er ein Recht hat, sondern als eine Gunst und wer tzWnes erhält, dem geschieht kein Unrecht, er teilt nur das Schicksal der Majorität Dt jedem Staate. Es giebt in England 25 Millionen Christen, die kein Amt Mhen und wenn diese sich nicht beklagen, warum sollten 25,000 Juden sich darüber MMge», daß. sie in derselben Lage sind. Und so hält sich mein ehrenwerter Freund

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