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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1900-06-01 · Heft 6 (1.6.1900) · p. Seite 138

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
20 (1900)
Issue
Heft 6 (1.6.1900)
Date
1900-06-01
Page
Seite 138 (sequence 18)
Language
German
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138 Treue. (Buch Daniel Kap. VI.) „Schwör ab Deinem Höchsten!" heißt ihr Gebot. Tags dreimal knie ich in heimlicher Stnbe; In Drangsal stürzt es mich und Not, Wie Daniel in die Löwengrube. Einst hat sie die Macht meines Höchsten bekehrt, Befreiung schmettert mir die Tube, Ich steig' aus den Drangsalen unversehrt, Wie Daniel aus der Löwengrube. Leo Sternberg. Wonalsschau. Von Seiten des Großherzoglichen Gberrats der Israeliten ergeht folgendes Preisausschreiben: Verständnis und Würdigung der hebräischen Gebete können wesentlich gefördert werden durch Beigabe einer deutschen Übertragung, die den reichen Gedankeninhalt des Originals in moderner Gestalt zum Ausdruck bringt und bei möglichster Anlehnung an den Text durchaus dem Geist der deutschen Sprache gemäß, also von allen hebräischen Wendungen frei ist. Um möglichst viele geeignete Kräfte zu derartiger Bearbeitung hebräischer Gebete anzuregen, stellen wir folgende Preisaufgabe: Die Liturgie für Freitagabend (von Ps. 95 bis Olenu mit Einschluß üoti Kiddusch und Kaddisch) soll in schönem und volkstümlichem Deutsch wiedergegeben werden. Gedichtform ist bei Lecho dodi erwünscht, bei den Psalmen zulässig. Der besten den Anforderungen entsprechenden Arbeit werden wir einen Preis von 200 Mark, der zweitbesten einen solchen von 100 Mark zuerkennen. Außerdem bestimmen wir einen Gesamtbetrag von 200 Mark zur Prämiierung von besonders gelungenen Übertragungen einzelner Stücke der genannten Liturgie, sei es, daß dieselben für sich allein eingesandt werden, oder in den nicht mit den Hauptpreisen bedachten größeren Arbeiten sich finden. Die prämiierten Arbeiten werden Eigentum der diesseitigen Behörde, welche dieselben nach Ermessen veröffentlichen oder in sonstiger Weise verwerten wird. Auch die nicht prämiierten Manuskripte werden nicht zurückgesandt. Sämtlichen Verfassern bleibt unbenommen, Abschriften zurückzubehalten und dieselben in beliebiger Weise zu verwenden. Wir ersuchen, die Arbeiten — jeweils nur auf die erste und dritte Seite der mit breitem Rand zu versehenden Bogen geschrieben — unter der Adresse: „An den Grobherzoglichen Oberrat der Israeliten in Karlsruhe" uns bis 1. Oktober d. I. zugehen zu lassen. Dieselben sind an der Spitze mit einem Motto zu versehen, und in besonders verschlossenem Umschlag ist eine Karte beizufügen, die mit dem Motto den Namen des Einsenders angiebt. — Herr Baron von

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