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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1900-01-01 · Heft 1 (1.1.1900) · p. Seite 14

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
20 (1900)
Issue
Heft 1 (1.1.1900)
Date
1900-01-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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14 J* — vom Titelblatt war noch daranfgestauden Lösung des Rätsels \\\i — unnennbare Freude auf bent Sopha in Ge Die Sehnsucht ng des Rätsels friedlich schlummernd der Name Ludwig Barnay, welcher am vorherigen Albend - weggerissen. Der auftaumelnde Mieme rieb sich die. Augen,'um sich zu vergewissern, daß er nicht träume. Das war doch .seltsam.! Sollten etwa Man . . . Nach der Zimmer forschend/siel sein Blick auf das Sopha, uni) da . — da lag die Löst Halt seiner Mutter. :tarf) dem „ungeratenen", doch wirklich geliebten Sohne hat sie hergeführt. Wie er/ blos durch ein Bil-let von den Ihren Abschied nehmend, war sie heimlich nach Wien /gereist, wo sie,!des Nachts angelaugt, sich durch den Portier das Hans öffnen lUch. In das Zimmer ihres Sohnes ,eintretend, fand sie ihn beim herabgebranicken Licht fest schlafer d. Die Heberraschnng ihres Anblicks sollte ihm erst bei seinem Erwachen werden. > Mit thrnuenfeuchteu Auge!! wollte sie ihm noch eine „gute Ncfcht" znwinken, da fiel ibr Blick auf die auf dem Nachttische liegende Wolle; sie la$ änf dem Tittelblatt: I , . j; „Die Raucher." I Trauerspiel in j T> Arten j von Friedrich Schiller. Kosiusly: Herr Ludwig Barnay. Ritsch! . lvar bdr 8came „Ludwig Barnay" von den und mit jenem Friedrich Schillers zugleich vom Blatte gerissen Frau sehr beruhigt und! erleichtert sich auf ihr improvisirtes Wett begab. Ter Riß half der Mutter gleichwohl chichls. Zwar, als sie mit'der ganzen Ileberrednngskunst des Mntterherzeus auf ihn eiusrürmte, fügte er sich schließlich ihren Bitten und versprach ihr, der Bühne j^t entsagen und die vom Vater gewünschte Architektenlanf^ahu einznschlagen, zw welchem Zwecke er das polytechnische Institut in Wien besnchep sollte. Die ob der Eursändernng ihres Sohnes hochetfrente Mutter versah ihn -wieder ruck angemessener Kleidung und den: nötigen Gelde, ließ ihn in's Polytechnisnm aufnehmen und mietete in der Nähe desselben, in der Karlsgasse auf der Wichen, auch eine Wohn trug für ihn. Doch das Schicksal ist stärker als alle mens<!hliche Uebereinkuust. Zimmer für ihren Liebliyg in einem Hause, des spieler Ludwig >;ö-we Stäubern" getrennt worauf die wackere A d o l f S o n n e n t h a l der junge Polytechuiker von nichts anderen!, a Tie Mutter mietete unbewußt ein 'en ersten Stock der berühmte Hofschaubeioohnte, während in der zweiten Etage der Hofschauspieler ein Landsmann Ba^nay's, sein Heim hatte. * Derartige Versuchungen hatten ihnt gerade noch-gefehlt. Gar bald sah sich wieder mitten unter Schauspielern und sprach-und hörte s vorn Theater. Di^e kaum in den Schlaf gelullte Liebe zur Schauspielkunst erwachte stürmischer bciijt zuvor; Blei, Zirkel Wilchelmaß und Zeichenbrett wurden bei Seite geworfen pnd Goethe, Schiller, Shakespeare und

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