Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 20 (1900)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Ent^Mutlg deD eig im Zlchs.. . Und dM' mtjfa, j)!4)M$ jüm| Künstler jmb Ä)ichter. — De qualvolle Sehnsucht des Ä- eingesperrten Knaben, die glühende LiM^ de^ MügMß^ .zu-HeUriett« Leidenschaftlichkeit seines Kämpfcns für MeiheltundRecht, der Mat tasievollen Stiles, de: Reichtum se nes AralifAmenHumorsdeutenünl hin. Aber Börne wuchs sich!zn e ner grandiosen künstlerischen Jndiridualitüt aus und. woslte sich auch niemals dazch altsivachsen. Sein Ziel wsrGerei^ und. Menschlichkeit, sein heißet Winsch; ^Die Zeitgenossen, vorallem die genossen aus der Bedrücktheit,'als dem Zustande freiwilliger Selisterm'edrigßng und des engherzigen ihiliströseN EgoiSmitS ^irindividuellen und politischen Freiheit und zu solidarischer vc lkstümlicher BethätignUg sMporzuführeii." (Klac r, Seite HI.) Wie tief muß ein so leidenschaftlicher ,Freiheitskämpfer wie 3 >örne gelitten, wie muß er es am e geuen Leihe ind aß der eigenen. Seele eippfundui Habe r, was. es heißt, gedrückt wo geknechtet zir sein! Mt meisten, — und die! ist ve n entscheidender Bedeutung. — hat er in seinen Jugendjahren, insbesondere in seinem Elternhause unter Druck, lind Knechtung gehtt^n. Er teilt hiermit dts Lvo Baller begabten, geistig empi rstrebeiiden Juden,, diechist inbrünstiger Liebe um fremde Kultur' iverben, die sie zurück stößt.!! reich waren, — daß er den Druck der Armut nicht zu fühlen hatte. In der duntten Judengasse ick Frai kfurker Ghetto, wo seine Eltern wohnen mußten, waren sie eingeengt in je! er Beziehung trotz all' ihres Reichtums. ' ‘! i ' Eine tiefe ech: jüdische Innigkeit des Familienlebens hat sich gerade in dieser Eilige eilgtheit entfalten können, j— Aber sie kam dem zunächst wenig zu Gute. Er, wurde zu Hause zurückgesetzh vor sei len körperlich, schöneren Geschwistern und seine großen Gaben wurden sehr spät erst erkannt. Und. ivenn er sich selten genug herauswagte und Pie Thore der Judenstadt hinter, sich ließ,, so mußte er als Jude die. Fußwege pich Spaziergänge meiden un> dürft: freie Plätze, ja selbst das kleinste Stückchen yrünch Efde nicht betretzn. — Diese L Malen mußte sein junges Menschenherz.vpn feinstejn, seusiebelstem Empfinden erdulden. Was Wunder, daß es von einer Mrbjttrrung gehackt wurde die n eckals völlig wieder gewichen ist. .; j | Alles, was.an Börne in die Augen sticht: seine unendliche Sehnsuchtdie fast weibliche Weicht eit seines EUlpsindeus^ sein sarkastischer Hupror, die ^ttrüch gebliebenheit seines Körpers erklärt sich anß der Traurigkeit feinet Ju^endjah e mrt ihrech unendlichen Dl ucke. f 4 . ' Zugleichaber erklärt sich ans ihr aüch hie Hchärfe seines G^iß es, dle Hchfe seines'Wissens. Dechi die Qualetz, die er junb seinjüdischen MiibrMt inMteLt» ja allerdings jungen Börne