Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 20 (1900)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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die Kultur des! neunzehnte» Jahrhu auf alle Bekeuutiiisse Judentums ist! für;'T dem Muses die Suhl 3 f .< '' u rv."^ {? \ '•' " tr^\ uderts uüaüsbleiblich aus das Judeittmn,x wie ausübeü mußte. Die »aÄeWeltanschmiuiigbc? iiiittelattttiit^en den wahren Bürger des^ neunzehnte» Jahrhmiierts ei ir Unmöglichkeit; der Gei st, den die Uncstdlichkeit Lottes gegenüber de» Maßstäben pon „Lichtjahren" und „Lichtjahrhimderlen"-dnrchfchaiiert, ist beim besten Wille, nicht i»i Staude, sich die göttliche Gesetzgebung so Kleinlich zu vermenschli he», dass Gott 1« M % k * * Sfc ((A .1 fj#« A 1» * 1 ’’ 444 t * 4«Sk f ijfl 0 A« f 7a - Q - WJ J f ngen und Geb^otk- „müildlich" mitgeteilt Hube. unmöglich. Das ist der Geist der 'Reform. (<‘ Hut) diese von der Wissenschaft und dem Leben unserer Zeit notwendig erzeugt^ geschichtliche Erschennng „R,form" sollte nicht lebensfähig sein? Das ist Mücken^Gesumme. Glaubt denn etlva Jemand ernstlich, daß das Rad der Zeit sich ^urnckschtauben läßt, weil einige Sieln nschläfer zurückgeblieben stnd, und nun gegen dae vorausgeeilte Zeitenrad mit allen schätzen des Sichimstswötter-Lexikons hernnlschwc broimieten Ach ja, das octhodoxe RabbmerDemiüar hat das..ZiattbermittiI -entdeclt, um die Nesorm todt zn iimchen, es klmpst ^ie ^rteilrmg der AntorisaLion an die Bedingung, die der Kandidaten einem Revers anerkennen mil^z, niemals die Orgel in der Synagoge für erlaubt zu erklären. Und Ihr zweifelh inoch an der Lebensfähigkeit— der Reform'? Wie viel Schwäche, wie l-iel Agonie!, wie viel Verwesung verrät nicht der Gespenster vor Morgenluft. Wie Sonne nicht mft)r anfgehen! Die Herren babeit recht; die Sonne mirb nicht mehr anfgehen, sie i gegangen. Aber die .pciien haben £iit probates Mittel, dem Sonner znlveichen: sie stecken beu Kopf in den Sand und streuen den Leuten Augen! Die Herren sind aber zurückgeblieben, sie sehenbricht, was um'sie herum vo^geht: 'dieser abgeruugene Rivers? Das ist die Angst .di .j.kkMLWgHW'^ der'SyNtzvg^ Das i t eben Bon Zunz erzählt niau eine höchst bezeichnende Anekdote- Dr. traf einrnal zufällig nJit Zunz znsaminen. „Wir; freut es mich," sprach Dr. Hildes heimer, „den Meister Dr. Hildesheinler. der jüdischen Wissenschaft! kennen' zu lernen! Mein Rar ie sind Tr. ^ildeshtinieir?" fragte Zunz verwundert. *.7 , ” ' r y i/ ' " t leben noch? Ich dachte, Sie hätten vor fnpfhnnde.rt Jahren gelebt." 'gespielter Mangel all aufgang Sand aufansn die Hildesheimer und Die Orthodoxie schwimilck obenauf, denn sie ist Oberfläche, i macht sie sich bemerklich, und das hält Man fürj Lebensfähigkeit. Die Reform;iu den Gliedern, im Herzen, in der jstiefe derganzen Denkungsart; das sieht lischt, idarilln zweifelt man an der Lebensfähigheis. Ja, die Resorni stellt viel tiefer, als Ulan ahnt, sie steckt den Orthodoxen viel' siefer in den Gliedern, Selbsterkenntnls das zngeben fann. / I als ih ie ist Sie dgrum steckt inan gut