Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 19 (1899)
- Issue
- Heft 2 (1.2.1899)
- Date
- 1899-02-01
- Page
- Seite 46 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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46 nähme von 41,273,06 Mk. insgesamt 40,389,84 Mk. ausgegeben. Davon ententfallen auf Wanderbettler 4408,69 Mk., auf russische Juden 877,50 Mk., auf Uuterstützungen 15,860,16 Mk., Darlehen 5150 M., zur Ansiedelung an anderen Orten 2171,30 Mk.. zu Heilzwecken 2927,50 Mk., Mietsunterstützungen 1557 Mk. — Das Rabbiner-Seminar in Kerlin feierte sein 25-jähriges Bestehen durch einen Festakt in der Synagoge. — In München verstarb der Privatgelehrte Dr. Max Griinbaum im 82. Lebensjahre. Mit ihm ist einer der bedeutendsten jüdischen Gelehrten auf dem Gebiete der orientalischen Sprachen und der vergleichenden Sagenkunde dahingegangen. Auf letzterem Gebiete galt er besonders als eine Autorität ersten Ranges und bedeutende Gelehrte des In- und Auslandes holten bei ihm Rat und Belehrung in schwierigen Fragen ein. Hervoragend verdient hat er sich durch seine jüdisch-deutsche und jüdisch-spanische Chrestomatie um diese vernachlässigste Litteraturgebiete gemacht. — Die erste Doctorin an der Berliner Universität ist jüngst von der philosophischen Facultät in Kerlin promovirt worden: Frl. Elsa Uenmann. — Die philosophische Facultät in Kern hatte für den Lazaruspreis folgende Frage gestellt: „Sociologie, Philosophie der Geschichte und Völkerpsychologie in ihren gegenseitigen Beziehungen." Es wurde hiefür nur eine Arbeit eingesendet mit dem Motto: „Siehe, die Völker sind wie ein Tropfen am Eimer." Der Verfasser dieser Abhandlung, welchem der Preis zuerkannt wurde, ist der stuä. phil. Alois Schweiger aus Groß - Tapolcsany in Ungarn, der Sohn des Schriftgelehrten Ignaz Schweiger. Meuter Musik und bildende Kunst. Jos. Ant. Mayer's „Jephta" biblische Scenen für Soli, Chor und Orchester gelangte in Speier durch den dortigen Caecilienverein und die Liedertafel zur Aufführung. — Fräulein Kinn Faliera fand bei ihrem Concerte in Frankfurt a. W. mit ihren Liedervorträgeu lebhaften Beifall. Die 6 Moll-Sonate für Violine uni» Klavier von Fr. von Erlanger, gespielt von Prof. Heermann und dem Komponisten der sich als ein guter Klavierspieler erwies, fand in demselben Concerte eine recht freundliche Aufnahme. — Die Nachricht, daß Baron Ferdinand von Rothschild seine kostbare Sammlung von Werken der Kleinkunst aus dem Mittelalter und der Renaissancezeit dem Britischen Museum vermacht hat, wird offiziell bestätigt. Die Kuratoren des Britischen Museums haben das Erbe angenommen und damit zugleich die darangefügte Bedingung, daß die Sammlung in