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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1898-10-01 · Heft 10 (1.10.1898) · p. Seite 240

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
18 (1898)
Issue
Heft 10 (1.10.1898)
Date
1898-10-01
Page
Seite 240 (sequence 24)
Language
German
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240 musik dort begründet und zu hoher Blüte gebracht zu haben. Auch als produktive» Musiker schätzen ihn Fachgenossen jeder Zeit, und in bester Erinnerung sind seine feinsinnigen, in klassischem Stil geschriebenen Kammermusikwerke, seine Overturen und Symphouieen, die ihn als Meister des Kontrapunktes zeigen. Meferate und Mitteilungen. Von Herrn S. Müller, dessen Werk „Ein Buch für unsere Kinder" sich eines durchschlagenden Erfolges zu erfreuen hatte, ist neuerdings im I. B. Metzlerschen Verlage in Stuttgart eine 52 Seiten umfassende Schrift: Überblick über die biblische und nachbiblische jüdische Geschichte für die Oberstufen bearbeitet (Pr. 75 Pf ) erschienen, über das wir uns nur anerkennend aussprechen können. Sie ist kurz und gut gehalten, nichts Wesentliches ist übergangen und so wie sie den Lehrer auf eine wohlthätige Beschränkung des Stoffes Hinweisen wird, dem Schüler das bieten, was er als Grundlage wissen muß, um sich später weiter fortbilden zu können- Trotz der Ketzerriecherei von Seiten der Orthodoxie wird das Buch seinen Weg machen lind viel Gutes leisten. — Widerspricht der Zionismus unserer Religion? Von Dr. H. Salomonsohn. Herailsgegeben im Aufträge der Berliner Ortsgruppe der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Berlin 1898. Die Schrift wendet sich gegen einen Punkt der Erklärung des deutschen Rabbinerverbandes vom 6. Juli 1897, welche den Zionismus verwarf, weil seine Bestrebungen „den messianischen Verheißungen des Judentums widersprächen." Es wird darauf hingewiesen, daß R. Moses b. Nachmann annimmt, daß es ein religiöses Gebot sei, das Land der Väter in Besitz zu nehmen. Derselbe erklärt dieses Gebot als für zu Kraft bestehend für alle Zeiten bindend. Ihm schließen sich später Elasar Askari, R. Jsak ben Scheschet u. A. an. Es liegt viel Wahrheit darin. Die Rabbiner, die auf dem Standpunkt des Talmud und der Decissoren stehen, haben am wenigsten Grund die zionistische Bewegung als der Messiaslehre widersprechend zu bezeichnen. Aber die zionistische Bewegung ist im Lichte des modernen auf Fortentwicklung beruhenden Judentums dennoch ein Fehler und steht im Widerspruche mit dem Geiste der messianischen Idee, denn er kehrt statt des human-universalistisch prophetischen Gedanken den partikularistisch nationalen Racegedanken hervor. Das mögen sich die zionistischen Heißspörne gesagt sein lassen. Inhalt: Ein Reformrabbiner im sechszehnten Jahrhundert. Bortrag, gehalten von Dr. Adolf Brüll. — Treu und Frei. Aus dem Archive des Mendelssohn-Bereins zu Frankfurt a. M. — Ernest Renan über Kohelet. — Monatsschau. — Theater Musik und bildende Kunst. — Referate und Mitteilungen. Verantwortlicher Redakteur und Herausgeber vr. Adolf Brüll; in Kommission für den Buchhandel bei Franz Benjamin Aussarth; Druck und Inserat-Annahme: H. L. Brönner's Druckerei (F. W. Breidenstein), sämtlich in Frankfurt am Main.

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