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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1896-04-01 · Heft 4 (1.4.1896) · p. Seite 78

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 4 (1.4.1896)
Date
1896-04-01
Page
Seite 78 (sequence 6)
Language
German
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78 Vereinigung der Religion mit den Wissenschaften," ferner über „Massora und Massoreten," „der Monat Ab" mit Übersetzung der Elegie „Schaale Sernfa". Gotthold Salonion, der spätere Prediger am Hamburger Tempel gehört auch zu den ersten Mitarbeitern. Von ihm sind folgende Aufsätze: „Über den überflüßigen Aufwand an Festtagen," „Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion", „Über Aufklärung und Aufklärer." Auch andere Israeliten, deren Namen bereits von vielen Seiten gekannt und gerühmt waren, stellten ihre geistige Kraft in den Dienst der guten Sache, so der österreichische Ästethiker Ignatz Jeiteles: „Über 'die Kultur der Juden in Böhmen", „Blühten aus dem Orient," „der Mensch", „die Macht der Tugend", „die Duldung", und noch viele Gedichte; Lazarus Bendavid schrieb über das mosaische Verbot des Zinsnehmens," Wolf Heidenheim: „Eine Vision Sionas;" die späteren Jahrgänge bringen noch Artikel von Büdinger, Dr. Günzburg, Dr. Heß, Peter Beer: Über Litteratur der Israeliten in den Kaiserl. öfter. Staaten im letzten Dezenio des 18. Jahrhunderts,"') Dr. Kley, Dr. H. Jolovicz, Oberrabbiner Abraham von Cologna in Paris, Siry Rubens, Lehrer am herzoglichen Gymnasium übersetzte die Schrift des Bischofs von Blois, Gregoire:") „Neue Bemerkungen über die Judeil insbesondere über die Amsterdamer und Frankfurter Juden", David Cassel: „Ideen zu einer Geschichte des mosaisch-jüdischen Gesetzes", Dr. Herxheimer u. v. A. Einen großen Raum nehmen die Arbeiten christlicher Gelehrten ein. Frünkel stand mit ihnen in steter Verbindung und suchte sie für die Sache der Israeliten zu gewinnen. Kanzler Nimeyer in Halle schrieb in der Sulamith über: „Die Volksschulen in England nach der Lehrart Bell und Lancasters", ProfessorJusii „über Jesaia 40", Hofrat Schott: „Über die Wichtigkeit der Lehren der Unsterblichkeit der Seele;" Gymnasiallehrer und Conrektor Dr. Richter: „Einige Ideen über den öffentlichen Unterricht," „über die vornehmsten Ursachen des ehemaligen Verfolgnngsgeistes in der Religion," „über den Aberglauben in der Religion," „über den Begriff der sittlichen Freiheit," „worin lag die vorzügliche Kultur der Griechen?"; ferner verdienen die Arbeiten C. W.. Spieckers^ hervorgehoben zu werden: „Briefe an den Herausgeber der Sulamith," „ein Wort über die Juden in Livorno," „Historische Miseellen," „über die ehemalige und jetzige Lage der Juden in Deutschland." Daß Frünkel selbst viele Arbeiten lieferte, braucht wohl nicht erst hervorgehoben zu werden; in jedem Hefte sind seine Beiträge vorhanden und es ist erstaunlich woher der vielbeschäftigte Mann die Zeit hernahm. — Wie die einzelnen Hefte veröffentlicht *) „Über einige bei der jüdischen Nation bestandene nub Zum Teil noch bestehende religiöse Sekten." 2) Der Bischof Gregoire besuchte Frankel in Dessau und inspirierte die Franzschule. Beide Männer blieben in stetem Briefwechsel. b) Spicker war Feldprediger, später Geueralsuperinteudend in Frankfurt a. O.

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