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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1896-02-01 · Heft 2 (1.2.1896) · p. Seite 37

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 2 (1.2.1896)
Date
1896-02-01
Page
Seite 37 (sequence 13)
Language
German
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37 nug durchdrungene Menge zu schützen pflegte. Aber Ihre Begrüßung gefällt mirH 'insbesondere auch deshalb, weil sie schön ist, als Ausdruck religiöser Ist doch euer Gott, der Gott Abraham's, Isaaks und Jacob's unser Gott; ja euere heilige Schrift auch unsere heilige Schrift. Mit euren Psalmen verrichte««"^ wir in unseren Kirchen unsere Gebete. Eurem Volke entstammt der menschliches Körper unseres Erlösers, aus eurem Volke gingen unsere ersten Apostel hervor.?-? Wir haben mit euch viel gemeinsames, wie viel gerade bei dem, der zur Aller gekommen ist, und den eure Väter nicht anerkennen wollten! Die ScheiduNK? zwischen uns erfolgte, und euer trauriges Geschick begann. Das traurige LosH das euch zu Teil wurde, und die Leiden, die ihr durch viele Jahrhunderte zn dulden hattet, sind hinlänglich bekannt. Dieses Schicksal wurde euch vorhergesagt»? Es giebt jedoch Prophezeiungen, die euch eine heitere Zukunft ankündigen, in de ihr euch mit Allen und Alle mit euch versöhnen werden. Diese Versöhnung kat«H nicht anders als durch und in Liebe vor sich gehen. Allein diese Liebe soll «iM?- blos im Munde geführt werden, sondern sie muß im Herzen der Menschen leben. In Ihrem Erscheinen hier erblicke ich ein Anzeichen dieser künftigen Näherung, und deswegen erflehe ich für Sie Gottes Segen." Die Juden nahmen diese Rede mit Hochrufen auf den katholischen Kirche»^ fürsten auf. Wonatsschau. In München, Düsseldorf, Allenstein und Schönlanke wurden Litteraturvereine gegründet. — Am 15. Dezember hatten wir die Freude, unt« Führung des Begründers, des Herrn Consul A. M. Simon aus Hannover, W israelitische Erziehungsanstalt in Ahlem zu besuchen, an welchem Tage die bereitungen zu der an demselben Abend stattgefundenen Chanukkah-Feier in Gange waren. Die munteren fröhlichen Kindergestalten aus allen Weltgegendm? machten auf uns einen wohlthuenden Eindruck und die Anstalt, die unter tüchtiger' pädagogischer und wirtschaftlicher Leitung steht, in der eine vorzügliche Zucht mü* ’i Ordnung herrschtund an der in den Fächern der Gärtnerei und Handfertigkeit bewährte Fachmänner unterrichten, ist dazu berufen, Mustergiltiges zu leisten. Herr Consul A. M. Simon, ein Mann von großen organisatorischen Fähigkeiten steht? mit seltener Hingabe und Begeisterung seinem edlen Werke vor und wäre es M wünschen, daß namentlich die deutsche Judenheit dem Kuratorium der Anstalt durch Zuweisung großer Gaben und Jahresbeiträge zur Seite stehe, denn wenn eim Anstalt, so ist die in Ahlem berufen, nicht nur den dort weilenden Kindern? Asyl und Erziehung zu gewähren, sondern einen Mittelpunkt zu bilden, von dem aus die dort gebildeten Kräfte in kleineren Kreisen in gleichem Sinne west« v

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